Schutz vor Gewalt

Fernandes: „Gesetzeslücke bei intimen Aufnahmen“

Society International
30.03.2026 07:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Moderatorin Collien Fernandes drängt auf mehr Sensibilität bei Behörden im Umgang mit Betroffenen sexualisierter Gewalt. Gesetzespläne müssten nachgeschärft werden, die Verbreitung heimlich aufgenommener Bilder oder Videos und Deepfakes sollte man strenger strafen.

Es brauche „Schulungen für die Menschen, die die Anzeige entgegennehmen“, sagte Collien Fernandes in der „ARD“-Talksendung „Caren Miosga“. Fernandes machte sich auch für bewusstseinsbildende Maßnahmen in Schulen stark. Fernandes sieht zudem weiteren Nachschärfungsbedarf bei den derzeit diskutierten Gesetzesplänen.

Heimliche Aufnahmen und Deepfakes
Geahndet werden solle die Verbreitung heimlich gemachter intimer Aufnahmen und die Verbreitung von Deepfakes, also mithilfe künstlicher Intelligenz erstellter intimer Aufnahmen, sagte sie. Nicht erfasst seien reale Aufnahmen zum Beispiel einer Pornodarstellerin, die auf einem Social-Media-Profil einer Person verbreitet werden und so den Eindruck erweckten, es handle sich um die Inhaberin des Profils.

Große Demo am Sonntag
Am Sonntag haben sich in München rund 6000 Menschen versammelt, um gegen sexualisierte Online-Gewalt zu demonstrieren. Im Mittelpunkt stand Solidarität mit der Moderatorin Collien Fernandes sowie ein Protest gegen digitale Gewalt gegen Frauen. Auf der Kundgebung sprach unter anderem die Fraktionschefin der Grünen im bayerischen Landtag, Katharina Schulze. Sie forderte strengere Gesetze gegen manipulierte pornografische Inhalte im Internet.

Sporrer und Holzleitner aktiv gegen digitale Gewalt
Auch Justizministerin Anna Sporrer und Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (beide SPÖ) haben Maßnahmen im Kampf gegen digitale Gewalt angekündigt. „Wir werden nicht zulassen, dass künstliche Intelligenz zur Waffe gegen Frauen wird“, hieß es am Sonntag in einer Aussendung von Sporrer.

Schwere Vorwürfe gegen Ulmen
Hintergrund sind schwere Vorwürfe von Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der „Spiegel“ berichtet hatte. Sie wirft ihm vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte an, gegen die „initiale Berichterstattung“ des „Spiegels“ gerichtliche Schritte einzuleiten.

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