Die Grazer Stadtregierung macht kurz vor der Wahl in Sachen Stadion Ernst. Das ist für den Fußball in der Landeshauptstadt natürlich einmal erfreulich, allerdings kommt diese Eile etwas spät.
Die Rathauskoalition aus KPÖ, Grünen und SPÖ war mit dem Versprechen angetreten, die endlose Stadion-Debatte in der Murmetropole zu lösen. Fast fünf Jahre lang hat man diesbezüglich aber nicht wirklich viel Greifbares auf den Weg gebracht. Kurz vor der anstehenden Gemeinderatswahl Ende Juni macht man nun aber Tempo – und liegt deswegen im Clinch mit dem Land. Denn noch immer wartet man auf die definitive Finanzierungs-Zusage aus der Burg. Nur mit dieser wäre die Modernisierung der in die Jahre gekommenen Arena in Liebenau stemmbar.
Jetzt könnte das Land natürlich eine Art Blanko-Scheck ausfüllen, immerhin geht‘s um eine zentrale Sport-Infrastruktur für die Steiermark und die beiden Vereine Sturm und GAK bewegen Zehntausende Fans weit über die Stadtgrenzen hinaus. Dass das Land aber damit zögert, eine Zusage von 30 bis 35 Millionen Euro zu machen, wenn man noch längst nicht alle Fakten am Tisch liegen hat, leuchtet aber auch ein.
Klar ist jedenfalls: Hätte man das Tempo in Sachen Stadion im Rathaus schon früher erhöht und ernsthaft an einer Lösung gearbeitet, wäre die Zusage vom Land längst eingelangt. Deshalb mutet es auch etwas seltsam an, dass Bürgermeisterin Elke Kahr den Vereinen öffentlich mitteilte, dass es, so die Zusage vom Land nicht einlangt, eben nur eine „Notvariante“ in Liebenau gibt. Dann hätte man zwar 30 Millionen Euro versenkt, würde in zehn Jahren aber wieder vor den gleichen Problemen stehen.
Einen schönen Donnerstag!
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