Was früher noch verpönt war, könnte jetzt unsere Wirtschaft retten: Die Steiermark setzt verstärkt auf Rüstungsgeschäfte. Dabei geht es nicht um Waffenexporte, sondern etwa um Drohnen oder Komponenten für Panzer. Auf solche Millionenaufträge zu verzichten, wäre fahrlässig.
Vor einem Jahr sicherte sich die obersteirische Maschinenfabrik Liezen einen Millionenauftrag: Für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag fertigt sie Komponenten für Panzerturmgehäuse an den Rüstungskonzern KNDS. Parallel dazu wird, wie die „Krone“ heute berichtet, an den steirischen Universitäten für das Militär geforscht: So tüftelt man an der TU Graz aktuell an einem Navigationssystem, das bei militärischen Einsätzen in einem Tunnel oder in U-Bahnen zur Anwendung kommen kann.
In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten wie diesen suchen immer mehr steirische Unternehmen ihr Heil in Geschäften mit dem Heer. Beim Raiffeisen-Konjunkturgespräch gestern Abend stellte Chefökonom Christian Helmenstein von der Industriellenvereinigung klar, dass Aufträge aus der Rüstungsindustrie dazu beitragen könnten, den Wohlstand in unserem Land zu sichern. Das „Zauberwort“ lautet „Dual Use“: Dabei handelt es sich um Güter, die für die zivile Nutzung entwickelt werden, aber auch militärisch genutzt werden können. Entsprechende Potenziale seien in Österreich vorhanden, man müsse sie nur heben, so der Volkswirt.
Aus wirtschaftlicher Sicht ein richtiger Ansatz, immerhin geht es nicht um die Entwicklung und den Export todbringender Waffen. Aus moralischen Erwägungen Aufträge ausländischen Konkurrenten zu überlassen und damit unseren Wirtschaftsstandort nachhaltig zu beschädigen, wäre fahrlässig.
Kommen Sie gut durch diesen Donnerstag!
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