Salzburger Liga

Kurioses Tor rettete Hallein zu zehnt die Führung

Salzburg
14.03.2026 19:37

Die erste Frühjahrsrunde der Salzburger Liga ist geschlagen. Die großen Gewinner heißen Straßwalchen, Anthering, Bürmoos und auch Hallein. Letzteres rettete die Tabellenführung in Unterzahl durch ein kurioses Freistoßtor in Siezenheim.

Die erste Überraschung am Samstag gab es schon in Schwarzach. Denn dort gelang Anthering im Aufsteigerduell die verdiente Revanche für die Heimklatsche zum Saisonstart. Nach Pass in Tiefe schickte Schubeck den Ball in die Mitte, Nagl traf ins leere Tor (11.). Mit dem Pausenpfiff stellte Schubeck selbst auf 2:0. Dass es am Ende nur 3:1 stand – Patrick Münnich versenkte einen verlängerten Freistoß per Kopf (79.), Elmauthaler gelang ebenso nach ruhendem Ball mit Köpfchen das Ehrentor (88.) – war Hausherren-Goalie Waltl zu verdanken. „Die hätten heute sechs, sieben Tore machen können, aber er hat das verhindert“, sah Schwarzach-Coach Mario Krimbacher das Positive. „Die Mannschaft hat das, was in der Vorbereitung Thema war, perfekt umgesetzt. Und das ist irgendwie in der Liga bleiben“, fand Anthering-Sektionsleiter Hans Peter Hofmann. Einzig bitter: Im Finish sah Neuzugang Ikache die Ampelkarte.

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Von der Tribüne hilflos zuschauen zu müssen, ist viel schlimmer, als auf der Bank zu sitzen. 

Hallein-Trainer Christoph Lessacher flatterten beim Zusehen die Nerven

Trotz vieler Ausfälle war Siezenheim gegen Hallein gut eingestellt. Die Salinenstädter – Coach Lessacher saß gesperrt auf der Tribüne – wollten aber unbedingt Platz eins von Grödig zurückerobern. Und taten das auch. Ayetigbo schlug den Ball nach weiter Flanke zur Führung ins lange Eck (10.), doch Mayer glich per Tausendguldenschuss aus 25 Metern aus (36.). Zwar stellte Huremovic per Solo übers halbe Feld die Führung wieder her (44.), doch Neuzugang Prötsch nutzte einen Abstimmungsfehler zwischen Torwart und Defensive (63.). Als auch noch Gäste-Mann Mitterlechner Gelb-Rot sah (68.), standen die Chancen der Heimischen gut. Bis Vurbic einen Freistoß aus spitzem Winkel an die Latte drosch. Von dort fiel der Ball auf Keeper Leindecker und ins Tor (86.). „Hauptsache drei Punkte und Platz eins“, war Sportchef David König nach dem 3:2 happy. „Schade, wir hätten uns einen Punkt verdient gehabt. Wenn man schaut, wen Hallein noch so von der Bank bringen kann, sagt das schon was über unsere Leistung aus“, fand Siezenheim-Trainer Felix Auinger. Und verwies damit auf Siegtorschütze Vurbic.

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Zwei Flanken hat er heruntergefangen, sonst hatte er nichts zu tun. Wir sollten Arbeitslosengeld für Torwart O‘Connor beantragen.

Bürmoos-Boss Robert Eckschlager zapft neue Einnahmequellen an

Verfolgerduell ging klar an Bürmoos
Derweil nahm Bürmoos Revanche fürs Hinspiel-0:6 gegen Bramberg, feierte einen klaren 4:0-Heimsieg. „Befreiend! So überlegen waren wir schon lange nicht mehr“, frohlockte Obmann Robert Eckschlager. Nach Querpass, den gleich zwei Mann verfehlten, traf Memic zur Führung (55.). Suljic hob den Ball nach abgefälschtem Steilpass im Konter elegant ins lange Eck (65.), Probst konnte sich das Eck nach Lochpass aussuchen (67.) und Jung ließ eine Ecke per Kopf ins kurze Ecke abtropfen, als Goalie Hamzic den Ball unterlief (83.). „Wir waren zu wenig mutig, aber der Sieg ist ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen“, fand Bramberg-Obmann Martin Innerhofer.

„Alle haben für uns gespielt“
Unter dem neuen Chefcoach Markus Scharrer feierte Straßwalchen gegen Henndorf gleich den ersten Sieg. In einer chancenarmen Partie machte Luca Forthuber den Sack per Doppelpack zu. Einmal zog er aus über 20 Metern ins lange Eck ab (52.), dann brachte er einen Lupfer über die Abwehr im Tor unter (64.). Was Scharrer am meisten freute: Weil Hänsel krank wurde und McIntosh-Gustafsson nach Knie-Operation ausfällt, hütete Trainer Stefan Burger den Kasten. „Und er hat ihn sauber gehalten. Wir haben jetzt gleich zwei Plätze gutgemacht und sind der Sieger der ersten Runde“, fand Scharrer. „Ich glaube, das Spiel war sehr ausgeglichen. Wenn wir vor der Pause bei einem strittigen Abseits nicht zurückgepfiffen werden, kann es anders ausgehen“, meinte Henndorf-Coach Stefan Kirnbauer.

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Im Herbst haben wir 38 Gegentore kassiert. Dass der Torwarttrainer diesmal die Null hält, freut mich besonders! 

Straßwalchen-Trainer Markus Scharrer nach dem 2:0 gegen Henndorf

Remis zum Trainerdebüt in Neumarkt
In der unteren Tabellenhälfte gab es derweil zwei Remis zu bestaunen. Neumarkt rettete gegen Schlusslicht Hallwang einen Punkt. Erst verlängerte Hrovic eine Mitterbauer-Ecke per Hinterkopf zum 0:1 ins Tor (17.), dann glich Atiabou im zweiten Querpass-Versuch von rechts aus (88.). „Die Leistung war in Ordnung. Mit etwas Glück legen wir das zweite Tor nach und gewinnen hier. Das Team haut auf jeden Fall alles rein“, konnte Hallwangs Trainerneuzugang Paul Zeyringer mit dem Punkt leben. Neumarkt-Obmann Michael Thalhammer meinte indes: „Hallwang hat erst ab der Mittellinie zugegriffen, was uns ziemlich weh getan hat. Am Ende hätten wir noch in einer Überzahlsituation das Siegtor erzielen können, aber das Remis ist in Summe gerecht.“

Derweil holte Thalgau ein 1:1 auf rumpligem Untergrund in Anif. Nach einem hohen Ball haute ein Verteidiger daneben und Omanovic schloss zum 0:1 ab (34.). Im Gegenzug staubte Streitwieser nach einer Ecke zum Ausgleich ab (40.). Thalgau-Goalie Nemeth hielt den Punkt mit starken Paraden und einem gehaltenen Elfmeter fest. „Nach unserer schwierigen Vorbereitung haben wir bei diesen Möglichkeiten das Maximum herausgeholt“, war Gästecoach Alexander Pilaj zufrieden. Kleiner Lichtblick: Schwerwiegende Ausfälle wie Kreuzer und Schweiger sind auf gutem Weg zurück.

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