Gerüchteküche brodelt

Nachgefragt bei Hofabäck: Totgesagte backen länger

Salzburg
28.03.2026 09:00

Die Bäckerei in Hof in Salzburg ist ein Traditionsbetrieb und soll schließen. Das Gerücht hält sich hartnäckig, mehrmals am Tag fragen Kunden danach. Auch die „Krone“ hat davon gehört und nachgefragt: Was ist wirklich dran an dem Gerede?

„Die Nachbarin ist auf mich zugekommen, hat die Arme ausgebreitet und gesagt: ,Es ist so schade!’“, erzählt Bianca Leberbauer. Szenen wie diese erleben sie und ihre Mitarbeiter in der Bäckerei Hofabäck in Hof vier- bis fünfmal pro Tag. Denn ihr Geschäft soll schließen. Auch die „Krone“ ist darauf reingefallen und hat sich bei der Bäckerei-Inhaberin gemeldet. Siehe da: Sie hat gar nicht vor, ihre Backstube samt Café zu schließen.

„Woher die Gerüchte kommen, weiß ich nicht“, sagt Leberbauer beim Ortsbesuch. Möglicherweise weil Bäcker im Umkreis schließen. Vor zwei Monaten ging es los. „Wir haben eh schon den gleichen Satz: Nein, wir haben nicht vor, dass wir schließen. Das ist ein anderer Bäcker.“

Sogar dass sie ihren Kunden einen Brief geschrieben habe, sie sollen sich bitte einen neuen Bäcker suchen, sei im Ort herumgegangen. „Ich bin ja eh froh, dass die Leute fragen – aber inzwischen ist es viel.“

Direkt im Zentrum liegt die Bäckerei.
Direkt im Zentrum liegt die Bäckerei.(Bild: Markus Tschepp)

Aus dem Brustton der Überzeugung behauptet
Ein Mann habe sogar zu ihrem Lebensgefährten gesagt „dass er das sicher weiß“, dass die Bäckerei zumachen werde. „Nur ... wir wissen es nicht“, sagt Leberbauer und muss selbst lachen.

Seit 1870 gibt es die Bäckerei, doch die Bäckerei-Chefin räumt auch ein, dass die Zeiten derzeit schwierig seien. Sie mache sich Gedanken: „So wie es im vergangenen Jahr war, war es noch nie.“ Es liege an der allgemein schlechten wirtschaftlichen Lage.

„Erst gestern war ein Rohstoffvertreter da, ab Mai gehen die Preise wieder um fünf Prozent rauf.“ Hinzu kommt der Personalmangel. Leberbauer hatte zuletzt vor zweieinhalb Jahren einen freien Tag. Aber sie will weitermachen. Sie denkt auch an ihre zwölf Mitarbeiter: „Das ist ja auch wie eine kleine Familie.“ 

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