Wollte Video machen

19-Jähriger stirbt auf Hochspannungsmast

Steiermark
11.03.2026 07:15
Porträt von krone.at
Porträt von Eva Stockner
Von krone.at und Eva Stockner

Todesdrama am Dienstagnachmittag im Bezirk Südoststeiermark: Ein 19-Jähriger ist beim sogenannten „Roofing“ ums Leben gekommen. Der junge Mann war gegen 17 Uhr auf einen Hochspannungsmast geklettert und dürfte dabei in den Stromkreis geraten sein.

Nach den Erkenntnissen der Polizei fertigte der 19-Jährige während des Aufstiegs mit seinem Handy Fotos und Videos an. Dabei kam es offenbar zu einem Kontakt mit der stromführenden Anlage. Der Jugendliche erlitt dabei tödliche Verletzungen.

Lenker schlug sofort Alarm
Ein Autofahrer auf der nahegelegenen B66 bemerkte gegen 17 Uhr den leblosen Körper, der in rund 20 Metern Höhe vom Masten hing, und setzte sofort einen Notruf ab. Einsatzkräfte rückten umgehend aus.

Der 19-Jährige kletterte auf diesen Hochspannungsmast, um Fotos und Videos zu machen. Dabei ...
Der 19-Jährige kletterte auf diesen Hochspannungsmast, um Fotos und Videos zu machen. Dabei geriet er in den Stromkreis.(Bild: Energie Steiermark)

Leitung musste abgeschaltet werden
Mitarbeiter der Energie Steiermark mussten zunächst den betroffenen Abschnitt der Hochspannungsleitung vom Netz nehmen, bevor der Verunglückte geborgen werden konnte. Für den 19-Jährigen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Während der Bergung kam es im nahe gelegenen Leitersdorf zu einem Stromausfall.

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Es ist strengstens verboten, auf Masten zu klettern. Mit jeder Besteigung ist Lebensgefahr verbunden.

Urs Harnik, Energie Steiermark

„Die Ermittlungen ergaben, dass der junge Mann bereits zuvor mehrfach auf Strom- und Mobilfunkmasten geklettert war und seine Aktionen mit dem Handy dokumentiert hatte“, schildert Fritz Grundnig, Sprecher der steirischen Polizei. Solche riskanten Kletteraktionen werden in sozialen Netzwerken als „Roofing“ bezeichnet. Dabei steigen Personen ohne jede Sicherung auf hohe Gebäude, Masten oder andere Bauwerke – eben oft nur, um spektakuläre Fotos oder Videos aufzunehmen.

„Es ist strengstens verboten, auf Masten zu klettern“, kann Energie Steiermark-Sprecher Urs Harnik über diese Aktion nur den Kopf schütteln. „Mit jeder Besteigung ist Lebensgefahr verbunden!“ Zu den 20-kV-Masten sollte sogar ein Mindestabstand von eineinhalb Metern eingehalten werden. Auch Feldbachs Bürgermeister Josef Ober war von dem Leichtsinn sehr schockiert. „Das war für alle Beteiligten wirklich kein leichter Einsatz“, war es ihm wichtig, die große Professionalität der Einsatzkräfte hervorzuheben.

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