Mitten in Wien

Die Giganten aus der Tiefe sind zurück

Klima
07.03.2026 14:00

Sie wirken wie Wesen aus einer anderen Welt – und doch stammen sie aus den kalten, dunklen Tiefen unserer Ozeane. Im Haus des Meeres sind sie jetzt wieder live zu bestaunen: Japanische Riesenseespinnen, die größten Krabben der Erde...

Bis zu drei Meter Spannweite können diese Giganten erreichen, ein Gewicht von bis zu 19 Kilogramm auf die Waage bringen. Ihre meterlangen, dünnen Beine tasten sich wie Antennen durch die Finsternis – ein Anblick, der schon so manchen Alien-Film inspiriert hat.

Noch sind die Wiener Exemplare etwas kleiner. Doch ihre Erscheinung bleibt überwältigend: zehn Beine, ein massiver Panzer, Bewegungen wie in Zeitlupe - urtümlich, fast feierlich.

Gerettet vor dem Kochtopf
Ihre Geschichte beginnt nicht im Aquarium, sondern auf einem japanischen Fischmarkt. Dort standen sie kurz vor dem Verzehr. In letzter Minute wurden sie gerettet und fanden nun im Tiefseeaquarium des Wiener Flakturms ein neues Zuhause.

Hier herrschen kühle Temperaturen, gedämpftes Licht, stille Weite – Bedingungen wie in mehreren hundert Metern Tiefe. Besucher stehen staunend vor der Scheibe, während die Tiere scheinbar schwerelos durch ihr Reich schreiten.

Keine Spinnen, sondern Krebse
So furchteinflößend ihr Name klingt: Mit Spinnen haben sie nichts zu tun. Die Japanischen Riesenseespinnen gehören zu den Krebstieren – ausgestattet mit zehn Beinen statt acht. Ihr Erscheinungsbild mag an Spinnen erinnern, biologisch sind sie jedoch gewaltige Krabben, perfekt angepasst an ein Leben in der Tiefsee.

Und vielleicht ist genau das ihre stille Botschaft: In den verborgenen Zonen unseres Planeten existieren Geschöpfe, die älter wirken als jede Legende - verletzlich und schützenswert zugleich. Im Haus des Meeres sind sie nun Botschafter der Ozeane. Giganten mit zerbrechlicher Zukunft.

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