Nach einem Kohlenmonoxidunfall in einem Hotel in Osttirol ist ein Hausmeister ums Leben gekommen. Wie es zu dem folgenschweren Gasaustritt kommen konnte, ist derzeit noch Gegenstand von Ermittlungen.
Der tragische Unfall ereignete sich am Donnerstagvormittag. Mitarbeiter eines Hotels im Osttiroler Hopfgarten im Defereggental ist demnach bei dem Kohlenmonoxidunfall ums Leben gekommen.
Leblos in Schacht
Der Beschäftigte wurde leblos in einem Schacht vor dem Heizungsraum entdeckt, bestätigte die Polizei. An Ort und Stelle wurde eine erhöhte Kohlenmonoxidbelastung festgestellt. Wie es genau zu dem Unfall gekommen war, war vorerst unklar.
Eine CO-Vergiftung ist aufgrund der ersten Untersuchungen wahrscheinlich. Die genaue Todesursache ist aber noch Gegenstand weiterer Abklärung.
Gernot Walder, Notarztverband Osttirol
Notarzt war vor Ort
Wie Notarzt und Virologe Gernot Walder in einer Aussendung mitteilt, verstarb der Mitarbeiter trotz Reanimation. „Eine CO-Vergiftung ist aufgrund der ersten Untersuchungen wahrscheinlich, die genaue Todesursache ist aber noch Gegenstand weiterer Abklärung“, schildert Walder.
Rund 20 Personen seien vom Notarzt und dem Team der Praxis Defereggental behandelt worden – überwiegend wegen Vergiftungserscheinungen durch CO. Alle konnten inzwischen wieder in häusliche Pflege entlassen werden. Auch Einsatzkräfte befanden sich unter den Behandelten.
Das Ärzteteam Defereggental sei noch vor Ort und mache Sauerstoff-Therapien und weitere Messungen. Die Feuerwehr führt ständig Be- und Entlüftungen durch.
Kein ungefährlicher Einsatz für Feuerwehr
Dass der Einsatz auch für die Feuerwehr nicht ungefährlich war, schildert Einsatzleiter und Bürgermeister Markus Tönig gegenüber der „Krone“: „Der CO-Austritt ist im Rahmen der Reanimation der leblosen Person festgestellt worden. Danach gab es umgehend den Rückzug.“
Messungen kurze Zeit später hatten tatsächlich stark erhöhte Werte ergeben. „Die Ursache ist noch unklar. Das Landeskriminalamt Tirol hat das Gebäude abgesperrt“, so Tönig.
„Das Landeskriminalamt beschäftigt sich damit, bis man es wieder freigeben kann und den Toten bergen kann und die Leute wieder hinein können“, sagt Tönig abschließend. Die Hotelgäste und das Personal wurden freilich evakuiert.
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