Urlauber gestrandet:

„Die Hotelkosten werden nun doch nicht übernommen“

Tausende Österreicher harren derzeit im Nahen Osten aus – im besten Fall in einigermaßen sicheren Regionen. Darunter sind zahlreiche Urlauber, die teilweise weiterhin in ihren ursprünglich gebuchten Hotels abwarten. Wer für diese entstandenen Mehrkosten nun aufkommt, ist in vielen Fällen noch unklar ...

Wer sich derzeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufhält, ist laut einer von der Regierung offiziell übermittelten Nachricht sicher. Viele Urlauber entschieden sich daher gegen eine mögliche, aber durchaus riskante Heimreise über den Landweg nach Saudi-Arabien und den Oman. Stattdessen verblieben sie in den Hotels. Die örtliche Regierung hatte schließlich auch groß angekündigt: „Wir übernehmen dafür die Kosten.“

„Günstige Tarife für Gestrandete“
Wenige Tage später sieht die Situation jetzt aber offenbar doch wieder anders aus. „Anscheinend werden die Beherbergungskosten nun doch nicht mehr gänzlich von der Regierung übernommen“, so eine Urlauberin gegenüber der „Krone“. Bis 2. März wurde alles bezahlt – seit Dienstag gibt es nun „günstige Tarife für Gestrandete“. 

„Dass überhaupt Kosten übernommen worden sind, ist eh großartig“, so die Urlauberin – doch ein fahler Beigeschmack bleibt wohl zurück.

Zahlreiche Urlauber sind derzeit in Dubai gestrandet.
Zahlreiche Urlauber sind derzeit in Dubai gestrandet.(Bild: Sergii Figurnyi – stockadobe.com)

Vorteile bei Pauschalreisen
Wer seinen Urlaub als Pauschalreise über ein Reisebüro gebucht hat, hat immerhin gute Chancen, zumindest teilweise Geld zurückzubekommen. So muss der Veranstalter laut Verbraucherschutzverein (VSV) die Nächtigungskosten übernehmen – allerdings maximal für drei Tage. „Wir empfehlen den Reisenden, sich darauf zu berufen. Sollte der Veranstalter ablehnen, dann sollte man das dokumentieren und die Kosten nach der Rückkehr ersetzt verlangen“, so Daniela Holzinger, Obfrau des VSV.

Bei Individualreisen ist die Situation weitaus komplexer, die Durchsetzung von Ansprüchen ist deutlich schwieriger und hängt laut dem Europäischen Verbraucherzentrum Österreich stark vom Einzelfall ab.

Das ist jetzt als Betroffener zu tun

Erster Charterflug aus Maskat geplant
Abseits der Kostenfrage hat in der derzeitigen Situation aber freilich Priorität, alle betroffenen Österreicher sicher nach Hause zu bringen. Und daran arbeitet das österreichische Außenministerium auf Hochtouren. Im Laufe des heutigen Mittwochs ist ein erster Charterflug aus Maskat im Oman für mehr als 170 Personen geplant. An weiteren Flugverbindungen wird gearbeitet.

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