El Niño bald zurück

Klimaphänomen könnte heuer für Rekordhitze sorgen

Klima
03.03.2026 12:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die globale Abkühlung durch das Klimaphänomen La Niña währte  Die Vereinten Nationen rechnen damit, dass das Klimaphänomen El Niño noch in diesem Jahr zurückkehren könnte – und damit erneut zu weltweit steigenden Temperaturen beiträgt.

Die World Meteorological Organization (WMO), die Wetterorganisation der UNO, erklärte am Dienstag, sie erwarte nach dem Abklingen seines diesmal vergleichsweise schwachen Gegenstücks La Niña zunächst neutrale klimatische Bedingungen. Noch vor Jahresende könnte sich dann wieder ein El Niño entwickeln.

Extremwetter verstärkt sich
El Niño ist ein regelmäßig wiederkehrendes natürliches Klimaphänomen. Es entsteht durch eine Erwärmung des Oberflächenwassers im Pazifischen Ozean. Im Durchschnitt tritt es alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert meist neun bis zwölf Monate. Während dieser Phase können sich die globalen Temperaturen zusätzlich erhöhen – aufbauend auf dem ohnehin steigenden Temperaturniveau infolge des menschengemachten Klimawandels. Zudem kann El Niño Extremwetterereignisse verstärken.

Das kühlende Gegenstück La Niña war laut WMO diesmal eher schwach ausgeprägt. Für den Zeitraum von März bis Mai liegt die Wahrscheinlichkeit für klimatisch neutrale Bedingungen bei 60 Prozent. Die Chance für eine anhaltende La-Niña-Phase beträgt in diesem Zeitraum nur noch 30 Prozent, für eine El-Niño-Phase zehn Prozent.

Rückkehr wohl zwischen Juli und September
Im Zeitraum April bis Juni steigt die Wahrscheinlichkeit für neutrale Bedingungen laut WMO auf 70 Prozent, ehe sie von Mai bis Juli wieder auf 60 Prozent zurückgeht. Gleichzeitig erhöhen sich in diesen Monaten die Aussichten auf einen erneuten El Niño auf 40 Prozent.

Auch die US-Behörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) erwartet eine mögliche Rückkehr: Sie sieht eine Wahrscheinlichkeit von 50 bis 60 Prozent, dass sich zwischen Juli und September 2026 ein neuer El Niño entwickelt. Die WMO betonte, sie werde die Entwicklung in den kommenden Monaten „sorgfältig“ weiter beobachten.

Verstärkt die menschengemachte Klimakrise
Der bislang letzte El Niño in den Jahren 2023 und 2024 war laut WMO „einer der fünf stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen“. Er verstärkte die Effekte des vom Menschen verursachten Klimawandels und trug dazu bei, dass 2024 das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen wurde.

El Niño wirkt sich weltweit unterschiedlich aus. Typischerweise führt das Phänomen in Südostasien, Australien, im südlichen Afrika und im Norden Brasiliens zu mehr Trockenheit. Am Horn von Afrika, im Süden der USA sowie in Peru und Ecuador werden hingegen häufig stärkere Niederschläge registriert.

Temperaturen ungebremst im Aufschwung
Die WMO weist darauf hin, dass sowohl El Niño als auch La Niña in Wechselwirkung mit dem Klimawandel stehen. Dieser erhöhe langfristig die globalen Temperaturen, verschärfe extreme Wetter- und Klimaereignisse und beeinflusse saisonale Niederschlags- und Temperaturmuster. Daher seien verlässliche Vorhersagen besonders wichtig, betonte WMO-Chefin Celeste Saulo. Rechtzeitige Vorkehrungen könnten Schäden in Millionenhöhe verhindern und Menschenleben retten.

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