Hubschrauber über Graz

Klimawandel befeuert das Baumsterben am Schloßberg

Steiermark
02.03.2026 14:50
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Am Montag sorgten in Graz spektakuläre Forstarbeiten per Hubschrauber rund um den Uhrturm für Aufsehen. Solche Einsätze könnten künftig öfter vorkommen. Die Baumpflege wird zusehends herausfordernder.

Lautes Knattern über den Dächern dominiert am Montag die Geräuschkulisse in der Grazer Innenstadt. Wie zuletzt vor zwei Jahren sorgt ein stundenlanger Hubschraubereinsatz am Schloßberg für Aufsehen und gen Himmel gereckte Köpfe zahlreicher Schaulustiger.

Dabei handelte es sich allerdings um keinen Notfall, zumindest nicht akuter menschlicher Natur. Vielmehr mussten erneut abgestorbene Bäume entfernt und wegen des steilen Geländes mitten in der Stadt auf dem Luftweg abtransportiert werden.

„Fliegende Bäume“ hoch über Graz sorgten für erstaunte Blicke.
„Fliegende Bäume“ hoch über Graz sorgten für erstaunte Blicke.(Bild: Christian Jauschowetz)

Zunehmende Trockenheit setzt Bäumen zu
„Zum einen haben wir hier einen teils massiv überalteten Baumbestand und dazu kommt der Klimawandel, der uns unmissverständlich aufzeigt, dass gewisse Baumarten schneller in Bedrängnis geraten“, erklärt Robert Wiener, Leiter des städtischen Grünraum-Referats.

So sei in den Baumbeständen am beliebten Ausflugsziel etwa das Eschentriebsterben ein zunehmendes Problem. Aber auch Robinien, Rosskastanien- und Ahornbäume geraten zusehends in Bedrängnis. „Als Kalkstock mitten in der Stadt ist der Schloßberg auch relativ trocken. Wenn es dann öfter und längere Trockenphasen gibt, lässt die Vitalität des Baumbestands weiter nach“, sagt Wiener.

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Häufigere Trockenphasen tragen dazu bei, dass die Vitalität des Baumbestands nachlässt und mehr Pflege nötig ist.

Robert Wiener, Referat Grünraum Graz

Droht der Schloßberg kahl zu werden?
Helikopter-Forstarbeiten rund um den Uhrturm dürften künftig also keine seltene Ausnahme bleiben: „Wir werden uns darauf einstellen müssen, dass die Pflegeintervalle kürzer werden“, prognostiziert der Experte.

Droht der Schloßberg also auf kurz oder lang kahl zu werden? „Nein, er wird bewaldet bleiben“, gibt Robert Wiener Entwarnung. „In den geschlossenen Waldbeständen kommen durch die Naturverjüngung noch genügend Bäume nach. Und an Einzelstandorten machen wir Ersatzpflanzungen.“ Wie im gesamten Stadtgebiet sei der Erhalt des Baumbestands aber „ein Dauerthema, das uns laufend beschäftigt“. 

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