Ein Jahr türkis-rot-pinke Dreier-Koalition, ein Jahr Bundeskanzler Christian Stocker: Da wird allerorten Bilanz gezogen. Sogar der blaue Doch-nicht-Kanzler Herbert Kickl, der sich ansonsten nur unter seinesgleichen wohlfühlt, Interviews fast ausschließlich den gesteuerten FPÖ-Medien gibt, wagt sich aus der Deckung, um Stocker, Babler und Meinl-Reisinger nicht allein das mediale Scheinwerferlicht zu überlassen.
In der Vorwoche richtete er bereits im „Krone“-Interview das Licht auf die „Schatten-ÖVP“, mit der er heimlich im Gespräch sei. Heute folgt einer seiner ganz seltenen Auftritte in der „ZiB 2“ – da wird er wohl kein gutes Haar an jenem Mann lassen, der statt ihm im Kanzleramt sitzt: Christian Stocker, der ÖVP-Chef, mit dem Kickl im vergangenen Jahr wochenlang über eine blau-türkise Koalition verhandelt hatte.
Doch der „Buddha“, den offenbar nichts aus der Ruhe bringen kann, scheint sich am Ballhausplatz mehr und mehr einzuleben.
Unter anderem in Anspielung auf Ex-SPÖ-Kanzler Gusenbauer, der bekannt hatte, schon im Sandkasten davon geträumt zu haben, Kanzler der Republik zu werden, hatte ich hier vor einem Jahr geschrieben: „Stocker ist so vieles nicht: kein Gusenbauer, kein Kickl, schon gar kein Trump. Er ist kein Sandkasten-Kanzler, kein Träumer, wohl kein Traum-Kanzler. Das ist seine Chance.“
Nützt er diese Chance? Laut jüngster Meinungsumfrage keimt für Stocker schon ein zarter Kanzler-Bonus. Na, dann ...
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