Kritik an Verbindungen

Im Sommer hat der Naturparkbus Aufholbedarf

Kärnten
02.03.2026 12:00

Der Naturpark Dobratsch ist zu jeder Jahreszeit ein beliebtes Ausflugsziel. Immer beliebter wird bei den Besuchern die Anreise mit dem Naturpark Bus. Doch die Fahrpläne im Sommer und Winter sind doch sehr unterschiedlich.

Der Naturpark Dobratsch zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region – vor allem die gute Erreichbarkeit über die Alpenstraße lockt die Erholungssuchenden. Der große Andrang führte in der Vergangenheit immer wieder zu überlasteten Parkplätzen – weshalb in den Wintermonaten eine Parkgebühr eingeführt wurde.

Schon länger gibt es die Alternative, günstig und bequem mit dem Bus bis hinauf zum Parkplatz der Rosstratte zu kommen. „Der Fahrplan ist im Sommer ein ganz anderer als im Winter, leider“, kritisiert Richard Hunacek vom Verein Fahrgast Kärnten.

Während im Winter der Bus von Mittwoch bis Sonntag durchgehend und viermal täglich fahre, sei die Fahrplansituation im Sommer wesentlich komplizierter. So gibt es nur von Anfang Juli bis Anfang September an Sonn- und Feiertagen Verbindungen, kritisiert der Verein. 

 Der Verein habe bereits bei dem Straßenbetreiber, der Grohag, sowie bei der Stadt Villach um einen dichteren Sommerfahrplan nachgefragt. „Die Antwort der Stadt war, das wäre viel zu teuer“, so der Verein. Der Straßenbetreiber schätze den finanziellen Mehraufwand aber nicht bedeutend höher ein.

Bei der Stadt weiß man, ob dieses „Ungleichgewicht“. Der Schwerpunkt beim Naturpark-Bus liegt auf dem Winterbetrieb, heißt es seitens der Stadt Villach. Die Kosten der Wintersaison belaufen sich auf 63.000 Euro pro Saison. Der Großteil (50.000 Euro) stammt aus den Mitteln der Stadt. „Es gibt laufend Gespräche mit allen Beteiligten, um die Busverbindungen auf den Dobratsch weiter zu optimieren – auch mit Blick auf den touristisch stark frequentierten Sommer“, sagt Vizebürgermeisterin Sarah Katholnig. 

Möglich machen könnten dies zusätzliche Mittel aus dem Tourismus. Denn gerade im Sommer nutzen ja viele Urlaubsgäste das Angebot des Naturparks. „Der Tourismusverband und die Tourismusregion Villach unterstützen die Busse seit Jahren. Wir erwarten einen kontinuierlichen Ausbau im Rahmen des neuen Tourismusgesetzes“, sagt Georg Overs, Geschäftsführer Tourismusregion Villach.

Natürlich werde auch überlegt, den Naturparkbus an die Fahrpläne der Koralmbahn anzupassen. Es sei jedoch wichtig, dass für die Bürger:innen der Naturpark-Dobratsch-Gemeinden keine Nachteile im Sinne von längeren Wartezeiten auf Anschluss-Busse und -Züge in ihre Gemeinden entstehen.

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