Wegen mehrerer Delikte musste sich am Mittwoch ein 34-jähriger Vorarlberger am Landesgericht Feldkirch verantworten. Die Liste der Vorwürfe: Besitz und Weitergabe von Falschgeld, gefährliche Drohung, Nötigung und Körperverletzung.
Schulden, neun Vorstrafen und ein massives Alkohol- und Drogenproblem – eine gefährliche Mischung, die den 34-jährigen Monteur schon öfter ins Gefängnis brachte. Von Beamten der Justizwache wird der Straftäter einmal mehr in den Verhandlungssaal 123 geführt. Zu den Vorwürfen der Staatsanwältin bekennt sich der Vater einer zehnjährigen Tochter schuldig.
So gab der mit 70.000 Euro hoch verschuldete Mann zu, sich 40 gefälschte Hundert-Euro-Scheine besorgt zu haben, um diese in Umlauf zu bringen. Der Versuch, einen Taxifahrer mit einem falschen Hunderter übers Ohr zu hauen, scheiterte jedoch. Zu schlecht war das Falsifikat, zumal auf der Fälschung auch noch „Kopie“ stand.
Bekannten bedroht und verprügelt
Doch die Falschgeldaffäre war nicht der einzige Vorwurf. Auch wegen Drohungen und Gewalt gegen einen Bekannten musste sich der Angeklagte verantworten. Als dieser ihn um Hilfe aufgrund seines verlorenen Handys bat, traf man sich im Oberland. Doch statt Hilfe setzte es sofort saftige Ohrfeigen, Faustschläge und Fußtritte von Seiten des Angeklagten gegen den 30-jährigen Kumpel.
Als sich das Opfer auch noch weigerte, dem Aggressiven die Taxifahrt zu bezahlen und ihm weitere 100 Euro auszuhändigen, drohte er dem Vermöbelten: „Wenn du nicht zahlst, werde ich Leute schicken, die dein Haus abfackeln.“ Nach einer weiteren Drohung am Tag darauf vereinbarte man ein neues Treffen. Doch statt des Gepeinigten wartete die Polizei auf den Angeklagten, der daraufhin verhaftet wurde.
„Ich will wieder ein geregeltes Leben führen“
Im Prozess entschuldigt sich der Delinquent für seine Taten, die er auf seine langjährige Alkohol- und Drogensucht zurückführt. Als er dem Gericht einen selbst verfassten Brief vorliest, wird der Mann sehr emotional. Unter Tränen berichtet er von seiner Vergangenheit. Davon, dass Alkohol und Drogen sein Leben nach der Trennung von seiner Frau und der gemeinsamen Tochter bestimmt hätten. Vor allem aber, dass er seine Familie immer wieder belogen habe. „Ich will wieder ein geregeltes Leben führen und meiner Tochter beweisen, dass ich ein guter Vater bin. Daher bitte ich um eine letzte Chance.“
Trotz Geständnis verurteilt ihn Richter Theo Rümmele zu einer unbedingten Haftstrafe von 24 Monaten. Dazu kommen weitere 16 Monate aus seiner letzten Verurteilung vom November vergangenen Jahres, die ursprünglich zur Bewährung ausgesetzt waren. „Sie hatten schon viele zweite Chancen“, begründet der Herr Rat das bereits rechtskräftige Urteil und schließt die Verhandlung.
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