
Angesichts der stagnierenden Verhandlungen über das iranische Nuklearprogramm zeigt sich US-Präsident Donald Trump deutlich distanziert. Er kritisierte das aktuelle Vorgehen der Führung in Teheran scharf: „Ich bin nicht glücklich darüber, wie sie sich verhalten.“ Der Oman hingegen sieht einen „wichtigen Durchbruch“.
Der Präsident legte den Verantwortlichen nahe, den Kurs zu ändern: „Sie sollten ein Abkommen abschließen, das wäre klug von ihnen.“
Wie Trump in Washington sagte, hat der Iran bisher nicht eingewilligt, auf den Besitz und den Erwerb von Atomwaffen zu verzichten. „Wir wollen, dass der Iran keine nuklearen Waffen besitzt, und genau diese wichtigen Worte sagen sie nicht.“
Stunden später kritisierte er bei einem Besuch im US-Bundesstaat Texas zudem, dass der Iran nicht auf die Anreicherung von Uran verzichten wolle. Das Land wolle „ein bisschen anreichern“, auch wenn es dafür keine Notwendigkeit gebe. „Ich sage: keine Anreicherung, nicht 20 Prozent, 30 Prozent“, was der Iran für zivile Zwecke wolle. Er sei damit nicht zufrieden.
„Krieg birgt immer Risiken“
Er räumte ein, dass er ein Risiko für einen länger währenden Konflikt im Nahen Osten infolge eines US-Angriffs sehe. „Krieg birgt immer Risiken, sowohl positive als auch negative.“ Eine abschließende Entscheidung über den weiteren Kurs habe er bisher nicht gefällt.
Oman sieht „sehr wichtigen Durchbruch“
Der Oman verkündete, dass der Iran zu einem Verzicht auf die Lagerung von angereichertem Uran bereit sei. Diese Zusage stelle einen „sehr wichtigen Durchbruch“ dar, der zuvor „noch nie erreicht“ worden sei, so Omans Außenminister Badr al-Bussaidi am Freitag zum Fernsehsender „CBS“.
„Der Frieden ist zum Greifen nah“
„Wenn das eigentliche Ziel ist sicherzustellen, dass der Iran niemals eine Atombombe haben kann, dann glaube ich, dass wir das Problem geknackt haben.“ Al-Bussaidi äußerte sich nach einem Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance. „Der Frieden ist zum Greifen nah“, schrieb der Außenminister. Er freue sich auf „weitere und entscheidende“ Fortschritte in den kommenden Tagen.
Am Montag Gespräche in Wien
Zuletzt hatten die USA und der Iran am Donnerstag miteinander verhandelt. Am Montag wollen sie erneut zusammenkommen. Nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araqchi sind „technische Gespräche“ bei der IAEA in Wien geplant.
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