Fahrer will mehr Geld

Verwirrung um angebliches Aus für Volksschüler-Bus

Kärnten
28.02.2026 09:02

Knapp 10.000 Euro mehr soll der Volksschüler-Bus in Pörtschach in Kärnten ab kommendem Schuljahr kosten. Darauf hofft zumindest der Unternehmer, um seine Kosten zu decken. Sonst steht sein Auto still. Gemeindechefin Silvia Häusl-Benz ist überrascht – sie wusste nichts von der Forderung.

Bis zu 20 Kinder bringt Goran Knezevic mit seinem „Taxi V & G KG“ zur Pörtschacher Volksschule, und das bereits seit 2023. Doch erst vergangene Woche kam der Schock für viele Eltern: „Wir müssen im September vielleicht aufhören!“, heißt es in einer Textnachricht, die der beliebte Fahrdienstleister in eine Elterngruppe ausgeschickt hat.

„Die Gemeinde will nicht zahlen. Unsere Kosten sind gestiegen, und auch in der Vergangenheit haben wir dem Geld immer nachlaufen müssen“, erklärt Knezevic auf „Krone“-Nachfrage. 36.000 Euro koste der tägliche Fahrdienst für die kleinen Gemeindebürger; statt den noch 25.000 Euro im Vorjahr. Für die Eltern natürlich eine Schreckensnachricht, denn wie soll ihr Nachwuchs in Zukunft zur Schule und wieder nach Hause kommen, wenn der Bus nicht mehr fährt? Mit Knezevic seien Eltern und Kinder immer zufrieden gewesen.

Aus dem Gemeindeamt kommen dazu überraschte Worte: „Eine derartige Forderung wurde vorab weder in dieser Form mit der Gemeinde besprochen, noch offiziell im Gemeindeamt eingebracht“, wundert sich Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz. Sie kennt die Vereinbarung zwischen Gemeinde und Unternehmen und habe sich, ihrer Meinung nach, immer daran gehalten. Grundsätzlich werde die Schülerbeförderung im Gelegenheitsverkehr vom Bund gezahlt; die Gemeinde übernimmt nur einen Zuschuss – und zwar auf freiwilliger Basis. Und das sei auch in der Vergangenheit immer pünktlich und ohne Beschwerden des Unternehmers passiert.

Selbstverständlich sei man aber jetzt um eine schnelle und positive Lösung bemüht, um Eltern Planungssicherheit zu bieten. Häusl-Benz: „Wenn Herr Knezevic uns sein Anliegen schriftlich gibt, werden wir es natürlich im Gemeindevorstand besprechen.“ Einen Gesprächstermin gab es immerhin bereits.

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