Waffendeal mit China

Damit wäre der Iran eine Bedrohung für die USA

Außenpolitik
24.02.2026 16:08
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Iran steht Insidern zufolge kurz vor dem Kauf moderner Schiffsabwehrraketen aus China. Ihre Stationierung würde nach Ansicht von Waffenexperten die Schlagkraft des Iran erheblich verbessern und eine Bedrohung für die US-Streitkräfte in der Region darstellen.

Ein Lieferdatum sei jedoch noch nicht vereinbart worden, hieß es von informierten Personen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. „Der Iran hat Militär- und Sicherheitsabkommen mit seinen Verbündeten, und jetzt ist ein geeigneter Zeitpunkt, diese Abkommen zu nutzen“, erklärte ein Vertreter des iranischen Außenministeriums zu Reuters.

Die Überschallraketen haben eine Reichweite von etwa 290 Kilometern und können die Schiffsabwehr durch einen schnellen Tiefflug umgehen. „Es würde die Lage grundlegend verändern, wenn der Iran die Fähigkeit hätte, Schiffe in der Region mit Überschallgeschwindigkeit anzugreifen“, sagte Danny Citrinowicz, ein ehemaliger israelischer Geheimdienstoffizier. Die USA versammeln derzeit einen Flottenverband in Schlagdistanz zum Iran, darunter die Flugzeugträger USS Abraham Lincoln und USS Gerald R. Ford mit insgesamt mehr als 5000 Soldaten und 150 Flugzeugen.

Die USA versammeln derzeit einen Flottenverband (im Bild der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford) ...
Die USA versammeln derzeit einen Flottenverband (im Bild der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford) in Schlagdistanz zum Iran.(Bild: US-Navy)

Verhandlungen über weitere Abwehrsysteme
Der Kauf der CM-302-Raketen (siehe X-Posting unten) wäre eine bedeutende Verbesserung für das iranische Arsenal, das durch den Krieg im vergangenen Jahr dezimiert wurde, erklärte Pieter Wezeman, ein leitender Forscher am Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI. Der Iran verhandelt dem Vernehmen nach mit China auch über den Kauf von Flugabwehrsystemen, tragbaren Flugabwehrraketen und Anti-Satelliten-Waffen.

Das mögliche Geschäft unterstreicht die enger werdenden militärischen Beziehungen zwischen China und dem Iran und würde gegen ein Waffenembargo der Vereinten Nationen verstoßen. Die Sanktionen waren 2015 im Rahmen des Atomabkommens ausgesetzt, im vergangenen September jedoch wieder in Kraft gesetzt worden.

Trump: „Entweder Einigung oder sehr harte Mittel“
Das Weiße Haus erklärte, US-Präsident Donald Trump habe deutlich gemacht: „Entweder wir erzielen eine Einigung, oder wir müssen zu sehr harten Mitteln greifen, so wie beim letzten Mal.“ Trump hatte dem Iran am 19. Februar eine Frist von zehn Tagen gesetzt, um eine Einigung über sein Atomprogramm zu erzielen oder mit einem Militäreinsatz zu rechnen.

Militärübungen der Revolutionsgarden im Süden
Der Iran stellte eine Reaktion „mit voller Härte“ auf einen Angriff in Aussicht. Staatsmedien zufolge halten die Revolutionsgarden Militärübungen an der Golfküste im Süde des Landes ab. Die „kombinierte Übung 1404 (2026) der Bodentruppen“ der Revolutionsgarden habe begonnen, berichtete das staatliche Fernsehen am Dienstag unter Verweis auf das laufende Jahr. Die Übungen umfassten „Drohnen, Schiffe, Amphibienfahrzeuge, Boden-See-Raketen und Raketen sowie Artillerie“, hieß es in dem Fernsehbericht weiter. Am Donnerstag sollen sich US-Regierungskreisen zufolge Unterhändler aus dem Iran und den Vereinigten Staaten zu einer weiteren Verhandlungsrunde in Genf treffen.

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