„Keine Veränderungen“

Kreml bestätigt Plan für trilaterale Verhandlungen

Außenpolitik
27.02.2026 14:57
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach getrennten Gesprächen mit US-Gesandten in Genf hat der Kreml Vorbereitungen für neue trilaterale Verhandlungen bestätigt. Sobald es eine Einigung auf einen Termin und Ort gebe, werde darüber informiert, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. „Bisher sind keine nennenswerten Veränderungen der Positionen des Kiewer Regimes festzustellen“, beklagte er zugleich.

Die direkten Verhandlungen der Ukraine und Russlands unter US-Vermittlung waren zuletzt ins Stocken geraten. Beide Seiten warfen sich vor, lieber auf dem Schlachtfeld um einen Sieg zu kämpfen, als am Verhandlungstisch um eine Lösung zu ringen. Die russische Führung besteht darauf, dass die Ukraine auch jene Gebiete in der Region Donezk aufgibt, die sie weiter unter ihrer Kontrolle hat. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt das entschieden ab.

Am Donnerstag haben Vertreter der USA und der Ukraine in Genf über den Wiederaufbau der Ukraine sowie die nächste trilaterale Verhandlungsrunde gesprochen. Wichtig seien auch humanitäre Fragen, sagte der ukrainische Leiter des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats, Rustem Umerow. Die Ukraine hoffe auf mögliche Austausche. Umerow traf unter anderem auf den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, den Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump. „Wir arbeiten am Abschluss der Sicherheitsparameter, wirtschaftlicher Lösungen und einer Abstimmung der Positionen, welche die Grundlage für weitere Einigungen bilden“, teilte Umerow mit.

Wirtschaftsbeziehungen im Fokus
In Genf traf sich auch der Kreml-Gesandte Kirill Dmitrijew mit Witkoff und  Kushner. Laut Peskow ging es dabei erneut um künftigw mögliche Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russland und den USA. Dmitrijew habe auch Kremlchef Wladimir Putin über die Kontakte informiert. Details nannte Peskow nicht. Wenn es Ergebnisse gebe, werde die Öffentlichkeit informiert, sagte er.

Da es EU-Sanktionen für russische Maschinen gibt, müssen Sonderflüge immer direkt ausgehandelt werden. Laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass soll es diesmal Schwierigkeiten mit den Routen beim Rückflug gegeben haben. Die Russinnen und Russen bevorzugen daher Abu Dhabi für die Treffen. Der Krieg in der Ukraine ist in dieser Woche bereits in das fünfte Jahr gegangen.

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