60 m mit 7,21 Sekunden

Sensation! Lindner schnellste Zeit seit 23 Jahren

Sport-Mix
28.02.2026 22:27
Porträt von Olaf Brockmann
Von Olaf Brockmann

Das ist eine der größten Sensationen bei Hallen-Staatsmeisterschaften der Leichtathletik! In einem unfassbaren 60-m-Finale holte sich Leni Lindner in der Sport Arena Wien mit einer großartigen persönlichen Bestzeit von 7,21 Sekunden den Titel vor Isabel Posch, die in 7,26 ebenfalls Bestzeit lief! 

Leni Lindner ist jetzt Zweite der „ewigen“ ÖLV-Bestenliste. Nummer 1 ist Karin Mayr-Krifka mit ihrem Rekord von 7,15 (2001). Zudem waren die 7,21 die schnellste ÖLV-Zeit über 60 m seit 23 Jahren! Zudem gelang Leni Lindner später mit ihrem 200-m-Sieg in 23,94 sogar das Sprint-Double und Isabel Posch gewann den Weitsprung mit starken 6,35 m.

„Nein, mit einer solchen Zeit habe ich niemals gerechnet, ich wusste, dass ich unter 7,30 Sekunden laufen kann, aber eine solche Steigerung habe ich niemals erwartet“, freute sich Leni Lindner, die zuvor eine Bestzeit von 7,31 hatte. Jetzt eine Zehntel schneller! Sagenhaft! Mit 7,21 verpasste sie das Direkt-Limit für die Hallen-WM in Torun (20. bis 22. März) um eine Hundertstel. Aber egal! Mit dieser Zeit hat sie dennoch einen Platz bei der WM in Polen fix. Genauso wie Isabel Posch, die ihre Bestzeit an ihrem 26. Geburtstag um eine Hundertstel auf 7,26 steigerte. „Die Bestzeit ist natürlich schon, aber natürlich hätte ich auch gern gewonnen.“

„Bin super happy!“
Der Sieg aber ging an Leni Lindner, die laut Papierform hinter der Vorarlbergerin lag. Aber sie schaffte den Durchbruch, auf den sie so lange gehofft hatte. „Das ist wunderbar, ich bin super happy!“ Die Konkurrenz mit der heuer sensationell erstarkten Isabel Posch hat sie sicher auch angetrieben. „Wenn ich neben Isabel stehe, bin ich schon besonders motiviert. Ich will ja nicht gegen sie verlieren. Aber wir sind auch gute Freundinnen, ich mag sie sehr. Ich bin heute einfach mit Spaß gelaufen.“ Damit war sie frei für diesen großen Lauf und den sechsten Meistertitel über 60 m in Folge. Und: Nur Karin Mayr-Krifka war vor 23 Jahren aus dem Bereich des ÖLV schneller als Leni Lindner heute in Wien. Am 5. Februar 2003 war Mayr-Krifka als Siegerin in Dortmund 7,19 Sekunden gelaufen.

Anschließend gab Markus Fuchs ein starkes Comeback. Der Niederösterreicher, der sich kürzliche einen kleinen Zeh gebrochen hatte, gewann die 60 m in 6,70.

(Bild: Krone KREATIV/amriphoto ÖLV / Wolf Amri)

Gruber über 4,30
Im Stabhochsprung gewann Lisa Gruber das Fernduell mit den ÖLV-Athletinnen in den USA. Die Oberösterreicherin steigerte ihre persönliche Bestleistung auf großartige 4,30 m. Sie scheiterte erst an 4,40 m. Gleichzeitig kam Lily Carlson bei der South Eastern Conference in College Village überraschend nicht über 4,00 m hinaus. Magdalena Rauter blieb bei ihrer Anfangshöhe von 3,85 m ohne gültigen Versuch.

Meister mit dem „falschen“ Fuß
Zuvor hatte es bereits ein kleines Kuriosum gegeben: Dreisprung-Rekordler Endiorass Kingley gewann den Weitsprung mit im letzten Versuch erzielten 7,20 m. Damit egalisierte der von Roland Werthner trainierte Linzer seine persönliche, drei Jahre alte Hallen-Bestleistung, obwohl er mit dem „falschen“ (linken) Fuß absprang. Im Sprunggelenk beim rechten Fuß hat er derzeit Gelenksprobleme. Deshalb wird er auch am Sonntag im Dreisprung mit dem linken Fuß abspringen. Die Hallen-WM in Torun hat er bereits abgeschrieben: „Die WM ist kein Thema mehr.“ All seine Konzentration gilt nun der Freiluftsaison mit dem Höhepunkt der EM in Birmingham.

Neuer Geher-Rekord
Gleich zu Beginn der Meisterschaften hatte es über 3000 m Gehen einen neuen ÖLV-Rekord bei den Frauen gegeben. Theresia Emma Mohr verbesserte in 12:50,61 die 33 Jahre alte Bestmarke von Viera Toporek, die in Wien am 20. Februar 1993 in 12:52,26 erzielt hatte.

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