Die „Krone“ in Dubai
„Wir hörten die Explosionen, dann herrschte Panik“
Sonne, Strand, Luxus – und plötzlich Explosionen! Der Angriff Israels und der USA auf den Iran haben auch einen Flächenbrand in Nahost zur Folge. „Krone“-Mitarbeiterin Karoline Singer erlebte den Raketenangriff etwa in Dubai hautnah mit.
Am Strand der berühmten Palm Jumeirah riss es die Urlauber aus ihrer Entspannung: „Wir haben zwei Explosionen gehört und sogar gespürt. Die Leute sind von den Liegen aufgeschreckt“, berichtet Singer. Für einen Moment kippte die Stimmung, es herrschte teils Panik – nervöse Blicke, hastige Telefonate, einige Gäste verließen sogar den Strand.
Schnell machte die Nachricht die Runde: Die Einschläge galten offenbar einer US-Airbase in Abu Dhabi.
Vor allem Einheimische griffen sofort zum Handy, fragten bei Angehörigen nach, prüften die Lage. Seitdem heißt es warten und bangen. „Man hängt nur noch am Handy, verfolgt die Lage und prüft die Flugsituation“, so die Oberösterreicherin. Aktuell sei wieder Normalität eingekehrt – doch ein leicht nervöses Gefühl bleibe, so Singer, die Ruhe bewahrte, am Samstagnachmittag.
Augenzeuge zufolge gab es auch auf der bekannten künstlichen Inselgruppe The Palm in Dubai eine Explosion. Die örtlichen Behörden bestätigten am Samstag einen „Vorfall“ und ein Feuer in dem Gebiet. Dabei seien vier Menschen verletzt worden.





246 Österreicher im Iran
Während sich die Lage in der Region weiter zuspitzte, tagte auch in Wien ein Krisenstab: Die Entwicklungen würden „laufend evaluiert“, heißt es aus dem Außenministerium. Für ganz Israel gilt ab sofort die höchste Reisewarnstufe. Gleichzeitig befinden sich aktuell 246 österreichische Staatsbürger im Iran. Zwei davon sind als Reisende registriert, der Großteil lebt jedoch dauerhaft dort. Laut Sprecher gibt es derzeit keine Informationen über Verletzte oder Todesopfer.
„Nicht gescheit“, sich jetzt unnötig zu bewegen
Ministerin Beate Meinl-Reisinger betont, man stehe in engem Kontakt mit den Botschaften vor Ort. Doch die Kommunikation ist schwierig: Internet und Telefonleitungen sind vielerorts lahmgelegt, Nachrichten kommen nur sporadisch durch. Eine Evakuierung ist derzeit nicht geplant – im Gegenteil, es wäre „nicht gescheit“, sich jetzt unnötig zu bewegen. Die Grenzen seien noch offen, eine Ausreise über Armenien im Norden des Landes gilt dabei als beste Option, erklären Sicherheitsprofis im Gespräch.
Experten warnen nun vor einer neuen Eskalationsstufe. Iran-Kenner Walter Posch hält es für möglich, dass neben Luftangriffen auch irreguläre Kräfte ins Land einsickern könnten – zur Unterstützung oppositioneller Gruppen. Ein groß angelegter Einmarsch amerikanischer Bodentruppen erscheint ihm derzeit jedoch unwahrscheinlich, dafür seien zu wenige US-Soldaten in der Region stationiert.










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