Gehörte Grenzschützern

US-Armee schoss eigene Drohne ab

Ausland
27.02.2026 12:41
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach einer Drohnensichtung im Grenzgebiet zu Mexiko hat das US-Militär am Donnerstag kurzen Prozess gemacht und das unbekannte Flugobjekt vom Himmel geholt. Später stellte sich die mutmaßliche Bedrohung als eigenes Gerät heraus.

Nahe Fort Hancock im Bundesstaat Texas setzte das Militär am Donnerstag einen Hochenergie-Laser ein, wie die „New York Times“ unter Berufung auf vier mit der Angelegenheit vertrauten Personen berichtete. Der Luftraum wurde zeitweise eingeschränkt. Nach Behördenangaben wurde ein „scheinbar bedrohliches unbemanntes Luftfahrzeug“ im militärischen Luftraum neutralisiert. Der Vorfall habe sich „weit entfernt von bewohnten Gebieten“ ereignet, zivile Flugzeuge seien nicht in der Nähe gewesen.

Ein Hubschrauber der Grenzschutzbehörde CBP in Texas
Ein Hubschrauber der Grenzschutzbehörde CBP in Texas(Bild: AFP/JOHN MOORE)

Doch rasch offenbarte sich die „Bedrohung“ als Drohne der Grenzschutzabteilung CBP heraus. Nach Informationen der „New York Times“ hatte die Grenzschutzbehörde das Militär nicht darüber informiert, dass sie in dem Gebiet eine eigene Drohne starten wollte. Für das Militär sei das Fluggerät daher als unbekannt erschienen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen Pentagon-Vertreter.

Partyballon ebenfalls für Drohne gehalten und abgeschossen
Bereits Anfang Februar hatte es in der Region einen ähnlichen Vorfall gegeben. Damals schoss die Grenzschutzbehörde mit einem vom Militär bereitgestellten Lasersystem auf ein Flugobjekt, das zunächst für eine Drohne mutmaßlicher mexikanischer Drogenkartelle gehalten worden war. US-Medienberichten zufolge stellte sich aber heraus, dass es sich um einen Partyballon handelte. In beiden Fällen wurde der Luftraum zeitweise eingeschränkt.

Demokraten fassungslos über „Inkompetenz“
Die oppositionellen Demokraten zeigten sich fassungslos angesichts des jüngsten Vorfalls. Sie warfen dem Weißen Haus vor, einen überparteilichen Gesetzentwurf zur besseren Ausbildung der Drohnenabwehrkräfte sowie zur engeren Abstimmung zwischen Pentagon, Heimatschutzministerium und Luftfahrtbehörde umgangen zu haben. Der Vorfall sei „das Ergebnis dieser Inkompetenz“.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung