Antwort auf Präsident

„Amerikaner zahlen den Preis für Trumps Politik“

Außenpolitik
25.02.2026 07:59
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die demokratische Gouverneurin von Virginia, Abigail Spanberger, hat in ihrer Antwort auf Präsident Donald Trumps Rede zur Lage der Nation die steigenden Lebenshaltungskosten in den USA ins Zentrum gestellt (siehe Video oben). Familien litten unter hohen Preisen für Wohnen, Energie und Gesundheit, weil Trumps Zollpolitik die Kosten in die Höhe treibe.

Der US-Präsident arbeite nicht daran, das Leben erschwinglicher zu machen, sondern mache es teurer. „Die amerikanischen Bürger zahlen jeden Tag den Preis“ für Trumps Zollpolitik, sagte Spanberger. Durchschnittlich mehr als 1700 Dollar (knapp 1440 Euro) pro Familie habe sein Vorgehen an zusätzlichen Kosten verursacht.

Sie kritisierte zudem das Gesetzespaket „One Big Beautiful Bill“ („Ein großes, schönes Gesetz“), das die US-Regierung im Juli 2025 verabschiedet hatte. Es soll etwa Kürzungen beim staatlich finanzierten Gesundheitsprogramm für einkommensschwache Menschen ausweiten. Spanberger sagte, es gefährde ländliche Kliniken und entziehe Millionen Amerikanern Gesundheitsleistungen.

„Kaputtes Einwanderungssystem“
In der Einwanderungs- und Sicherheitspolitik warf sie dem Präsidenten vor, mit Angst zu arbeiten, statt Lösungen anzubieten: „Unser kaputtes Einwanderungssystem muss reformiert werden – es darf nicht als Rechtfertigung für unkontrollierte Beamte dienen, unsere Gemeinden zu terrorisieren.“ Die Einsätze von Bundesbeamten in US-Städten hätten das Land nicht sicherer gemacht, sondern nur gespalten.

Die Demokratin hielt ihre Rede in der Stadt Williamsburg.
Die Demokratin hielt ihre Rede in der Stadt Williamsburg.(Bild: AP/Steve Helber)

Persönliche Bereicherung Trumps
Zudem warf die frühere CIA-Offizierin dem Präsidenten vor, die USA außenpolitisch zu schwächen, wirtschaftliche und technologische Stärke preiszugeben und das Land durch Korruption und persönliche Bereicherung zu untergraben.

Zugleich rief Spanberger die Bürger zu politischem Engagement auf. In mehreren Bundesstaaten hätten Wähler bei jüngsten Abstimmungen bereits ein Zeichen gegen das „Chaos“ gesetzt. Sie verwies auf Siege der Demokraten bei den Gouverneurswahlen in Virginia und New Jersey. Amerika habe immer dann Fortschritte gemacht, wenn Bürger „mehr von ihrer Regierung verlangten“.

Hoffnung für die Zwischenwahlen
Die 46-jährige Spanberger hatte im vergangenen November die Gouverneurswahl in Virginia deutlich gegen die republikanische Kandidatin gewonnen. Die Demokraten sehen in ihr deshalb ein Stimmungsbarometer dafür, was für Wähler bei den Zwischenwahlen zum US-Kongress heuer im November entscheidend sein könnte.

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