Pädagoge suspendiert
Vize-Schulleiter arbeitete nebenbei als Zuhälter
An seiner „PS 16“-Grundschule im New Yorker Stadtteil Queens hatte er gleich zwei Jobs. Bond Ng fungierte sowohl als stellvertretender Schulleiter als auch als Verantwortlicher für die Sicherheit der jungen Schüler. Es war sein dritter, heimlicher Job, wegen dem der 47-Jährige jetzt nicht nur vom Dienst suspendiert, sondern auch verhaftet wurde: Zuhälter.
Laut der Anklageschrift der Bundesstaatsanwaltschaft von Manhattan soll der Pädagoge bereits seit 2011 sowohl in Los Angeles als auch in New York bezahlte „Dates“ zwischen Prostituierten und Freier arrangiert haben.
Die Behörden wollen laut der „New York Post“ im Besitz von Textnachrichten sein, in denen Ng zuletzt am 29. Dezember ein Callgirl für 2000 Dollar die Stunde zu einem luxuriösen Apartmentkomplex auf Long Island geschickt hatte. Nach seiner Verhaftung habe er behauptet, lediglich als Manager der mutmaßlichen Sexarbeiterin zu fungieren, die er aus Los Angeles eingeflogen hatte.
Hier weicht Ng den Fragen von Reportern aus, bevor er in einem Auto davonfährt:
Mutter: „Immer ein netter und freundlicher Mann“
Nachdem die Anklage wegen „Nötigung zur landesweiten Prostitution“ öffentlich wurde, erhoben die Eltern der Grundschulschüler schwere Vorwürfe gegen die Schulleitung. Rosa Buri, deren achtjähriger Sohn die „PS 16“ besucht: „Ich bin so unfassbar wütend, dass keiner gemerkt hat, dass ein Zuhälter im Dunstkreis unserer Kinder angestellt ist!“ Um dann zuzugeben: „Bond war nach Außen immer ein netter und freundlicher Mann, den die Kinder mochten. Man kann einfach niemanden mehr vertrauen.“
Ng wurde gegen eine Kaution von 150.000 Dollar bis zum Prozessbeginn freigelassen, trägt allerdings eine GPS-Fußfessel. Er darf, so schrieb die Schulbehörde in einem offenen Brief an alle Eltern, das Schulgelände nicht betreten. Was die Eltern erbost: Bis ein Urteil fällt, kann Ng nicht entlassen werden und kassiert weiterhin sein Jahresgehalt von 173.000 Dollar.








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