Im Wiener Landl geht es um ein kleines Wunder für einen großen Pechvogel. Völlig betrunken hantierte ein 62-Jähriger mit seiner Pistole, ein Schuss löste sich – und traf ihn in den Kopf. Er überlebte knapp, wird jetzt von der Richterin aber verurteilt.
Ein riesiges Pech und einen Schutzengel zugleich – das hatte ein Wiener am 18. Dezember. Alleine zu Hause in seiner Wohnung in Floridsdorf verbrachte der 62-Jährige einen flüssigen Abend: „Ich hab’ zwei Flaschen Wodka und sechs Flaschen Wein getrunken.“ Und dann mit seiner Pistole herumhantiert – bis sich ein Schuss löste und den Mann in den Kopf traf.
Überlebte wie durch ein Wunder
Das Projektil durchschlug den Unterkiefer, den Oberkiefer, das Jochbein und die rechte Augenhöhle. Er lag über einen Monat im Krankenhaus. Wie durch ein Wunder überlebte der Mandant von Verteidiger Roland Friis die schweren Verletzungen, die er sich selbst zugefügt hatte.
Mit Augenklappe vor Gericht: „Größter Blödsinn“
Und jetzt sitzt er mit einer schwarzen Augenklappe im Wiener Landl auf der Anklagebank. Denn die Pistole hätte der Wiener gar nicht zuhause haben dürfen. Das Resultat seiner stolzen zwölf Vorstrafen, die allerdings bereits über ein Jahrzehnt zurückliegen: ein Waffenverbot.
Er zeigt sich geläutert: „Das war der größte Blödsinn meines Lebens.“ Der Wiener habe zwei Dinge gelernt: „Erstens, dass ich so etwas nicht mehr in die Hand nehme. Zweitens ist es das ärgste Glumpert, das es gibt.“ Die Richterin zeigt Milde und verurteilt den 62-Jährigen zu fünf Monaten bedingter Haft. Die Pistole, die der Angeklagte seit 2022 besessen hat, wird jedenfalls konfisziert.
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