Nach Home Invasion

Mörder schoss auf Flucht mehrmals auf Polizisten

Niederösterreich
25.02.2026 16:21

Kriminelles Trio hatte bei einer Home Invasion in Niederösterreich satte 1,5 Millionen Euro im Visier, stattdessen flohen sie mit 50 Euro Beute. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd eröffnete einer der Vorbestraften das Feuer auf die Beamten.

Der Schock steht ihr im LG St. Pölten immer noch ins Gesicht geschrieben. Am 5. September des Vorjahres wurde eine 74-Jährige Opfer einer Home Invasion in Amstetten. Als sie morgens aus der Toilette kam, standen plötzlich drei maskierte Männer vor ihr. Sie bedrohten sie, durchsuchten die Räume nach Beute. Erst Minuten zuvor hatte der Ehemann das Haus verlassen, um mit dem Hund Gassi zu gehen.

Handwerker verscheuchte hochkriminelles Trio
„Um Himmels willen, ich kann ihnen nichts geben“, schoss es der 74-Jährigen immer wieder durch den Kopf. Denn an Wertgegenständen und Bargeld hatte das in der Region bekannte Ehepaar nicht viel im Haus. Schließlich verhinderte das Klingeln eines Handwerkers Schlimmeres, die Täter ergriffen die Flucht.

Das Trio muss sich am Landesgericht St. Pölten verantworten.
Das Trio muss sich am Landesgericht St. Pölten verantworten.(Bild: Imre Antal)
Rudolf Mayer verteidigt einen der Vorbestraften.
Rudolf Mayer verteidigt einen der Vorbestraften.(Bild: Zwefo)

Im Zuge der Fahndung wurden zwei Täter – ein Kosovare (55) und ein Albaner (59) auf einer Wiese aufgespürt. Polizisten nahmen zu Fuß die Verfolgung auf. Plötzlich eröffnete der Ältere das Feuer auf die Beamten. Es habe einen Schnalzer gemacht. „Da war klar, es wird auf uns geschossen“, so einer der Uniformierten im Zeugenstand. Mehrere Schüsse feuerte der 59-Jährige ab, verfehlte die Polizisten nur knapp. Er und sein Komplize konnten festgenommen werden. Drei Tage später klickten auch für den 50-jährigen Kosovaren die Handschellen.

Angeklagte sind Mörder und internationale Räuber
Das Trio kennt sich seit Jahren. Alle sind vorbestraft. So wurde der 59-Jährige zu 18 Jahren Haft wegen Mordes an einem Sicherheitsmann in der Schweiz verurteilt. Auch der 55-Jährige fasste nach einem Banküberfall in den USA 2002 eine Freiheitsstrafe aus. Aber auch zahlreiche Einbruchsdiebstähle sollen auf das Konto der Kriminellen gehen. Wochenlang hat sich das Trio auf den Coup in Amstetten vorbereitet. Die Aussicht auf 1,5 Millionen Euro Beute wollte schließlich akribisch geplant sein. Schlussendlich wurden es 50 Euro. Der Prozess wegen schweren Raubes und versuchten Mordes wurde vertagt. 

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