Die steirische Singer-Songwriterin Fraeulein Astrid geht mit ihrer Single „sag mir du erinnerst dich“ neue Wege: Sie singt auf Deutsch und wendet sich wütend politischen Themen zu – etwa einer Krankheit, die bei vielen Frauen nicht ernst genommen wird.
Von traurig zu wütend, von Herzschmerz zu durchaus politischen Themen: Singer-Songwriterin Fraeulein Astrid – bürgerlich heißt sie Astrid Hirzberger – erfindet sich gerade neu. Die in Frohnleiten aufgewachsene Steirerin, die nun in Wien lebt, arbeitet an ihrem Debütalbum. „Ich versuche, eine Grätsche zu finden zwischen den Liebesliedern, mit denen ich angefangen habe, und Themen wie Sexismus.“
Wie sich das anhören kann, zeigt die soeben veröffentlichte Single „sag mir du erinnerst dich“ – ein düsterer Elektro-Pop-Song, in dem sie ihre Endometriose-Erkrankung thematisiert. „Ich dachte mir immer, ich hätte gerne einen Song über diesen Frust, den die Krankheit mit sich bringt – auch als Hörerin“, erzählt sie der „Krone“. Bei Endometriose wächst Gebärmutterschleimhaut-Gewebe an anderen Stellen, was starke Schmerzen (nicht nur) während der Periode verursachen kann. „Ich war wütend auf meinen eigenen Körper. Da musste etwas raus – der Song war in einem einzigen Tag fertig.“ Es ist das zweite Lied, das die Steirerin auf Deutsch veröffentlicht hat.
„Jetzt stell dich nicht so an“
Die Wut richtet sich aber nicht nur gegen den eigenen Körper, sondern auch auf das Gesundheitssystem und den Umgang mit weiblichem Schmerz. „Ach komm, jetzt stell dich doch bloß nicht so an“, heißt es da etwa einmal. „Die Schmerzen kommen in Wellen und pulsieren – das habe ich versucht, mit dem Klangbild darzustellen“, sagt die Sängerin, die ihre Musik auch selbst produziert. „Manchmal kann ich nicht einmal aufrecht gehen. Und dann ist alles plötzlich wieder weg.“
Viele Frauen können bei dem Thema mitfühlen, sagt Fraeulein Astrid. „Ich hoffe, dass auch Männer darüber nachdenken und die Schmerzen ernst nehmen.“ „sag mir du erinnerst dich“ kann man auf allen gängigen Plattformen streamen.
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