Ex-Teamchef Franz Tost wischt die Kritik an den neuen Formel-1-Autos beiseite – ein Problem hat aber selbst ihn überrascht …
Langweilig ist ihm auch zwei Jahre nach seinem Abschied als Teamchef der Racing Bulls nicht, Franz Tost verfolgt die Formel 1 mit Argusaugen. Natürlich auch die Tests in Bahrain. Bei der Motorsportshow im Riverside in Wien-Liesing sprach er mit der „Krone“, verriet seine Erkenntnisse zur neuen Ära und seine Erwartungen …
Startschwierigkeiten, extra langsam gefahrene Kurven zum Akku-Aufladen – die neuen Autos stehen schon in der Kritik. Tost wischt dies beiseite: „Die Probleme bei den Tests waren mehr oder weniger Software-Themen, da bin ich zuversichtlich“, verrät der 70-Jährige. Und: „Ich hab noch keine Reglementänderung ohne Beschwerden der Fahrer erlebt. Aber das sind die Besten der Welt, die passen sich dann auch schnell an.“
Deshalb sieht er auch die Favoritenrollen nicht umverteilt: „Red Bull, Mercedes, McLaren – und Ferrari, die hatten super Starts, wahrscheinlich verwenden sie einen kleineren Turbo, dafür werden sie wohl woanders einen kleinen Nachteil haben.“
Lob für Piastri
Bei seinen Tipps für den Fahrer-Titel ist aber kein Ferrari-Pilot dabei: „Verstappen, Russell und Piastri, der letztes Jahr lange eine fantastische Saison gefahren ist und jetzt erst im vierten Formel-1-Jahr ist.“
Ob die Abstände mit den neuen Regeln größer werden? „Zwischen den Top-Teams nicht.“ Dass mit dem neuen Reglement Überraschungen wie eine variable Verdichtung (Mercedes) oder drehbare Heckflügel (Ferrari) auftauchen, findet Tost erfrischend: „Das ist ja auch die DNA der Formel 1.“
Das Desaster von Aston Martin bei den Tests, wo Motorenpartner Honda am Schlusstag frühzeitig abbrach, lässt auch Tost staunen: „Das ist komisch. Die Motoren haben sich ja nicht so sehr verändert.“
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