




Der Drautaler Bildhauer Hans-Peter Profunser sorgt heuer in Klagenfurt für Kunst im Dom, die am Aschermittwoch feierlich eröffnet wird. Die Installation zeigt einen Zug von geschundenen, verletzten Körpern, die aber am Ende zu befreiten, erlösten Wesen werden.
Transformation lautet das Thema der Kunstinstallation, die heuer in der Fastenzeit mit moderner „Kunst im Dom“ zum Nachdenken und Diskutieren anregen soll.
Zu sehen ist kein Fastentuch, das verhüllt, sondern ein Werk, das enthüllt und eine Wahrheit über den Menschen zeigt: die Missachtung der menschlichen Würde, beispielsweise in den geopolitischen Konflikten.





Der aus Berg im Drautal stammende Bildhauer Hans-Peter Profunser macht die Gebrechlichkeit des Menschen sichtbar. Schon vor dem Portal des Domes zu Klagenfurt beginnt eine Prozession von lebensgroßen Figuren, von fragmentierten Körpern. Der Umzug endet vor dem Altar in einer acht Meter hohen Konstruktion und erinnert auch an jene, die bewusst das Risiko der Verwundung eingehen, weil sie sich sicher sind, dass sich ihr Kampf um ihre großen Werte lohnt.
Ist ein Mensch bereit, sich für das zu engagieren, was auf Christus hinführt? Das Werk bringt die Frage nach der Verwundungsbereitschaft der Kirche herein.
Dompfarrer Peter Allmaier
Die Installation „Transformation“ zeigt einen Zug von geschundenen, verletzten Körpern, der eine Verbindung zur Gegenwart und zum Kreuzweg Christi hat. Somit werden die malträtierten Gestalten auch zu befreiten, erlösten Wesen.
Nur Mut: Veränderung ist möglich
Profunser hofft, die Betrachter erkennen in seiner Installation eine Verbindung zu den Verwerfungen und Fehlentwicklungen unserer Zeit. Es geht um Empathielosigkeit in Beziehungen, um Vertreibungen aus der eigenen Umgebung, um Kriege und deren Auswirkungen, um den Umgang mit der Umwelt. Und um die positive Botschaft: Veränderung ist möglich! Die Installation „Transformation“ will Kraft und Hoffnung geben.
Gespräch mit dem Künstler am 1. Fastensonntag
Eröffnet wird Kunst im Dom am 18. Februar um 19 Uhr mit der Aschermittwochsliturgie. Am ersten Fastensonntag, 22. Februar (16 Uhr), sprechen der Künstler und der Dompfarrer über die Installation. Führungen für Gruppen und Klassen können fixiert werden: 0463/ 54950.
Die heurige Fasteninstallation wird erstmals auch in die Osterzeit hineinreichen. Denn mit der Botschaft der Todeswunde zu enden, hieße, sich mit der halben Wahrheit zufriedenzugeben, heißt es im begleitenden Kunstflyer.
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