Promchen und Sternchen. Was für ein Auftrieb, was für ein Wahnsinn: Eine Nacht lang wälzten sich wieder einmal Promis und Promchen, Politiker und Politikerchen, Stars und Sternchen durch einen Prachtbau, den viele von ihnen das restliche Jahr über vermutlich selten bis nie von innen sehen. Staatsopernaufführungen sind sicher nicht jedes Opernball-Besuchers Sache, lieber führen sie sich beim Ball selbst auf. Man drängt sich in den Logen, drängt sich um die Stars, die sich, wie gestern Sharon Stone, nachvollziehbarerweise auch bedrängt fühlen können und darob ein wenig die Nerven verlieren. Was man sonst noch in der Staatsoper oder am TV-Gerät, auf krone.at und heute in der „Kronen Zeitung“ sehen kann: Viele - wenn auch nicht nur – schöne Menschen und viele – wenn auch nicht nur – schöne Kleider. Über die pinguinartig verkleideten Männer wollen wir nicht viele Worte verlieren. Aber egal ob man nun den Opernball mag oder auch nicht: So oder so muss man sich darüber einig sein, dass er ein einzigartiges Spektakel ist.
Im Kreis tanzen. Heute in der „Krone“ widmet sich auch Claus Pándi kommentierend dem Opernball. Er schreibt: „Weniges steht so für Österreich wie der Walzer. Man tanzt im Kreis und glaubt voranzukommen. Und wer sich lange genug gedreht hat, hält den leichten Schwindel für Fortschritt.“ Seit Jahrzehnten gelte der Opernball als verlässlicher Hinweis, dass in der Republik trotz aller Schwierigkeiten alles so ist wie immer. Dabei, meint Pándi, habe Österreich Probleme wie andere Länder Europas auch. „Doch nur wir haben einen Opernball. Der ist ein Staatsakt.“ Der Opernball sei ein sehr österreichisches Arrangement, in dem zwischen Champagner und Ballett das Kapital und dessen Kritiker zusammenfinden. Wie treffend beschrieben!
Kommen Sie gut durch den Freitag!
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