Schläger statt Mädchen

Kindesmissbrauchs-Bilder: Prügel bei Dating-Falle

Österreich
03.03.2026 19:00

Brisante Selbstjustiz in Niederösterreich! Selbsternannte „Pedo-Hunter“ gaben sich als 15-Jährige aus und lockten einen Wiener (24) in einen Hinterhalt. Dort wurde der junge Mann schwer verprügelt. Doch auch gegen das Opfer wird ermittelt: Auf seinem Handy fanden sich schreckliche Bilder von Kindesmissbrauch ...

Es ist ein gefährlicher internationaler Trend, der von Übersee Europa erfasst. Selbsternannte Pädophilen-Jäger geben sich im Internet mit Fake-Profilen als minderjährige Buben oder Mädchen aus, verabreden vermeintliche Sextreffen mit erwachsenen Männern. Sie machen es sich zur Lebensaufgabe, mögliche Kindesmissbrauchs-Täter zu überführen. Im besten Fall wird die Polizei darüber vorab informiert.

Selbstjustiz-Gruppe mit rechter Szene vernetzt
Erst im Vorjahr sorgte freilich eine äußerst gewalttätige Gruppe unter dem Deckmantel der Selbstjustiz in Österreich, gut vernetzt mit der rechten Szene, für Aufregung. Dutzende Straftaten gingen auf das Konto der oft selbst jugendlichen „Pedo-Hunter“. Bei Prozessen in Wien, Graz, Linz oder Eisenstadt setzte es mehrjährige Haftstrafen für die Prügelorgien bis hin zum Mordversuch. Die Opfer erlitten dabei schwerste Verletzungen, wurden teils auch ausgeraubt.

In eine solche Dating-Falle tappte jetzt ein 24-jähriger Wiener. Im Glauben, ein erst 15-jähriges Mädchen online kennengelernt zu haben, verabredete sich der junge Mann per WhatsApp mit seiner Bekanntschaft. Er reiste dafür eigens mit dem Zug nach Angern an der March im Bezirk Gänserndorf im nördlichen Niederösterreich.

Prügel-Opfer wollte keine Anzeige machen
Das Treffen sollte idyllisch an einem Teich stattfinden. Doch kaum hatte er den Bahnhof vergangenen Donnerstag gegen 18 Uhr verlassen und sich auf den Weg zum Ausflugsziel gemacht, tappte er in den Hinterhalt: Drei dunkle Gestalten – sie sollen ausländischen Akzent gesprochen haben – warteten schon auf das Opfer. Der 24-Jährige wurde ordentlich zugerichtet. Er selbst wollte freilich trotz Prellungen und blutigen Wunden keine Anzeige erstatten, das erledigten für ihn aber Passanten.

Missbrauchs-Bilder von Kindern am Handy
Warum, war rasch klar: Denn die alarmierten Polizisten fanden in einem ersten Augenschein kinderpornografisches Material auf seinem Handy. Auch gegen das angelockte Opfer wird nun also ermittelt, das Mobiltelefon von Spezialisten weiter ausgewertet. Von den drei Schlägern fehlt indes bisher noch jede Spur.

An einem idyllischen Teich in Angern an der March wollte der erwachsene 24-Jährige ein Mädchen ...
An einem idyllischen Teich in Angern an der March wollte der erwachsene 24-Jährige ein Mädchen (15) treffen – und tappte in einen Hinterhalt von „Pedo-Huntern“.(Bild: Krone KREATIV/Gerhard Bartel, stock.adobe.com)
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