Kein Coq au Vin mehr?

Frankreich fordert weniger Fleisch auf dem Teller

Ausland
12.02.2026 10:48
Porträt von krone.at
Von krone.at

Frankreichs Regierung wirbt für einen bewussteren Fleischkonsum. In einer kürzlich veröffentlichten nationalen Strategie für Ernährung und Klimaschutz fordert sie die Bevölkerung auf, Fleisch und Wurstwaren zu begrenzen und mehr Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkornprodukte zu essen. 

Mit diesem Schritt reagiert Paris nicht nur auf gesundheitliche Empfehlungen, sondern auch auf die massiven Umweltauswirkungen der Fleischproduktion. Nach Angaben des französischen Agrarministeriums lag der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch 2024 bei 85 Kilogramm – ähnlich hoch wie 2016 und um 2,1 Prozent höher als im Vorjahr.

Deutschland kommt im Vergleich auf 53,2 Kilogramm pro Person. Die französische Regierung verweist darauf, dass die Agrarproduktion insgesamt 20 Prozent des nationalen CO₂-Fußabdrucks ausmacht, wobei die Fleischerzeugung allein 61 Prozent davon verantwortet.

Streit hinter den Kulissen
Die genaue Formulierung der Empfehlungen hatte in Frankreich hinter den Kulissen für Streit gesorgt. Das Umweltministerium plädierte für eine konkrete Reduzierung des Fleischkonsums, während das Agrarministerium lediglich eine Begrenzung vorschlagen wollte. Letztlich entschied die Regierung, die Strategie als Aufruf zu „ausgewogenem Fleischkonsum“ zu präsentieren.

Trotz wachsender fleischloser Angebote bleibt eine vegetarische oder vegane Ernährung in Frankreich insbesondere in Restaurants und Kantinen oft schwieriger umzusetzen als in Deutschland. Diskussionen über fleischfreie Menüs entfachen regelmäßig neue Debatten über Esskultur, Umweltschutz und persönliche Freiheit am Teller.

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