„Wir müssen handeln“

Bericht: Artensterben bedroht Wirtschaft massiv

Wirtschaft
09.02.2026 18:42
Porträt von krone.at
Von krone.at

Unternehmen können zum Natur- und Artenschutz beitragen. Meist tun sie aber genau das Gegenteil: Durch ihre Aktivitäten zerstören sie die Natur und Tierarten sterben aus. Die dadurch entstehenden Probleme schlagen sich immer mehr auf die Wirtschaft zurück.

Unternehmen sind – genau wie Menschen – von der Artenvielfalt abhängig. Wie sehr, zeigt jetzt ein neuer Bericht des Weltbiodiversitätsrates. 

Umweltschädliche Ausgaben sind immens
Im Jahr 2023 beliefen sich die globalen öffentlichen und privaten Finanzströme mit direkten negativen Auswirkungen auf die Natur auf schätzungsweise auf 7,3 Billionen US-Dollar (rund 6,1 Billionen Euro). Etwa 2,4 Billionen US-Dollar (rund zwei Billionen Euro) wurden für umweltschädliche Subventionen ausgegeben, so der Bericht. Demgegenüber flossen im selben Jahr nur 220 Milliarden US-Dollar an öffentlichen und privaten Finanzmitteln in den Erhalt und die Wiederherstellung der Biodiversität.

Langfristige Schäden für schnelle Gewinne
Für die Unternehmen zählen vor allem kurzfristige Gewinne, so der Bericht. Diese stehen jedoch im Widerspruch zu langen ökologischen Regenerationszyklen. Denn Böden oder Gewässer brauchen oft jahrelang, um sich zu erholen. Was sich wirtschaftlich also kurzfristig lohnt, schadet der Natur oft langfristig. „Das Wachstum der Weltwirtschaft ging mit einem immensen Verlust an biologischer Vielfalt einher“, stellt der Bericht fest. Das wirke sich auf lange Zeit gesehen negativ auf „die Wirtschaft, die Finanzstabilität und das Wohlergehen der Menschen“ aus.

„Besserung ist keine Option, sondern Notwendigkeit“
„Ein besserer Umgang mit der Natur ist für Unternehmen keine Option, sondern eine Notwendigkeit“, betonte auch Ximena Rueda aus Kolumbien, eine Vorsitzende des „Business and Diversity“-Berichts. Dieser fordert, dass Unternehmen ihre Auswirkungen auf die Natur und ihre Abhängigkeiten von der Umwelt öffentlich machen. Derzeit tun dies nämlich weniger als ein Prozent der börsennotierten Unternehmen.

„Wirtschaft allein kann das nicht stemmen“
Der Bericht verweist auf konkrete Maßnahmen, die helfen können. So solle etwa die Effizienz gesteigert, Abfall und Emissionen hingegen reduziert werden. Eine zentrale Botschaft ist außerdem, dass Unternehmen allein nicht in der Lage sind, Veränderungen im erforderlichen Umfang umzusetzen. Es brauche zunächst Anpassungen bei politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen und Wirtschafts- und Finanzsystemen.

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