Katschbergstraße

Untertauern wartet vergeblich auf Sanierung

Salzburg
10.02.2026 07:00

Die Katschbergstraße bröckelt vor sich hin und müsste dringend saniert werden, doch erst sind der Tauerntunnel und der Katschbergtunnel dran. In Untertauern in Salzburg wächst deshalb die Sorge vor dem Verkehr. 

Diese Straße hat auch schon bessere Zeiten gesehen, die B99, die von Radstadt über Obertauern in den Lungau führt, bröckelt. Sie soll daher saniert werden. „Es war von der Passhöhe bis zum Zehnerkar alles durchgeplant“, sagt Untertauerns Bürgermeister Johann Habersatter (ÖVP). Die Straße führt mitten durch seine Gemeinde, denn Obertauern gehört zur Hälfte zu Untertauern, die andere Hälfte gehört zu Tweng im Lungau.

Projekt wurde wegen zu hoher Kosten verschoben
Umgesetzt wurde allerdings laut Habersatter nur ein kleiner Teil, nämlich vom Friedhof bis zur Römerbrücke. Für den Rest waren bereits im Vorjahr 300.000 Euro im Budget eingeplant. „Im Jänner 2025 haben wir dann vom Land gehört, dass das Projekt nicht kommt, weil das Geld fehlt.“

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Wir wissen zurzeit nicht, was der Stand ist. Bis jetzt wurde nur ein kleiner Teil umgesetzt. Im Budget haben wir die Sanierung auch heuer eingeplant. 

Johann Habersatter, Bürgermeister

Heuer sei die Sanierung zwar wieder in der Finanzplanung vorgesehen, vom Land haben sie aber noch nichts gehört. Nun bangt Habersatter um die Sanierung. Das Problem: Laut Bezirkshauptmannschaft darf die B99 nicht parallel zum Katschbergtunnel und Tauerntunnel saniert werden, sagt Habersatter.

Denn die Route durch Untertauern ist die Ausweichstrecke. Das ist ab Herbst 2027 für die Dauer von sechs Jahren geplant. Heißt für Habersatter: Sechs Jahre lang dürfte an der Straße nichts gemacht werden. Zugleich rechnet er mit massivem Ausweichverkehr.

Tauern- und Katschbergtunnel sollen jahrelang saniert werden.
Tauern- und Katschbergtunnel sollen jahrelang saniert werden.(Bild: Roland Holitzky)

Kein großer Ausweichverkehr?
Dem widerspricht ein Sprecher von Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP). Laut Asfinag sei nicht mit großem Ausweichverkehr zu rechnen. Denn es sei trotz Sanierung jeweils eine Fahrspur pro Fahrtrichtung offen, zumal die Baustelle in den Sommerferien ohnehin pausiert werde.

Trotzdem macht sich Habersatter Sorgen. Denn schon jetzt sei spürbar, wenn es auf der Autobahn Stau gebe und viele Autos ausweichen: „Das ist auch gefährlich für die Fahrradfahrer, denn es gibt keinen Radweg.“

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