Am Freitag wurde auf den hochrangigen russischen Generalleutnant Wladimir Alexejew im Nordosten Moskaus geschossen. Die zwei festgenommenen Verdächtigen haben laut dem Inlandsgeheimdienst FSB die Tat gestanden.
Seit dem Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022 wurden bereits mehrere hochrangige Mitglieder der russischen Armee bei Anschlägen getötet. Die Ukraine übernahm für einige der Mordanschläge die Verantwortung.
Am Freitag war der stellvertretende Leiter des Moskauer Militärgeheimdiensts GRU, Wladimir Alexejew, in einem Moskauer Wohnhaus von mehreren Schüssen getroffen und ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Der FSB erklärte, der in Dubai festgenommene Ljubomir K. und sein in Moskau festgenommener Komplize Viktor V. hätten „ihre Schuld eingestanden“ und „Einzelheiten der Vorbereitungen“ für die Tat geschildert, die sie „auf Anweisung des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes (SBU)“ begangen hätten.
30.000 Dollar für Ermordung angeboten
K. sei mit Hilfe von dessen Sohn, einem polnischen Staatsbürger, „von einem SBU-Agenten im August 2025 rekrutiert“ worden und habe dann in Kiew eine Schießausbildung erhalten, bevor er nach Russland geschickt worden sei. Ihm seien „30.000 Dollar“ für die Ermordung Alexejews angeboten worden, zudem seien ihm eine Pistole mit Schalldämpfer und ein elektronischer Schlüssel für seine Wohnung ausgehändigt worden. Eine Komplizin von K., Sinaida S., habe eine Wohnung in dem Wohnhaus gemietet und sei am Vorabend der Tat geflohen.
Verbindung zu Nawalny hergestellt
Am Freitag habe K. das Gebäude betreten und vier Schüsse auf Alexejew abgegeben. Anschließend sei er in die Emirate geflohen, wo er später auf Antrag der russischen Ermittler festgenommen worden sei.
K.s mutmaßlicher Komplize V. wird demnach beschuldigt, eine Wohnung für K. in Moskau gemietet und Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel für ihn besorgt zu haben. V. werde vorgeworfen, sich aus „terroristischen Motiven“ an der Tat beteiligt zu haben. Er sei ein Anhänger der verbotenen Anti-Korruptions-Stiftung des vor zwei Jahren in russischer Lagerhaft umgekommenen Oppositionellen Alexej Nawalny, erklärte der FSB.
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