Junger Nachfolger

Oberbank-Chef Gasselsberger tritt vorzeitig ab

Oberösterreich
09.02.2026 11:31

Franz Gasselsberger, Generaldirektor der Oberbank, hat am Montag seinen vorzeitigen Abschied bekannt gegeben: Obwohl sein Vertrag bis Mai 2027 läuft, wird sich der 66-jährige Bankmanager bereits mit Ende dieses Jahres zurückziehen. Ein Nachfolger steht in den Startlöchern – es ist ein Generationswechsel.

Gasselsberger hat den Vorsitzenden des Oberbank-Aufsichtsrates ersucht, seinen bis Mai 2027 laufenden Vorstandsvertrag bereits per 31.12.2026 einvernehmlich aufzulösen. Die Zustimmung des Aufsichtsrates ist noch ausständig – aber freilich deutet alles darauf hin, dass Gasselsberger damit Ende 2026 – nach fast 25 Jahren an der Spitze der Oberbank – aus dem Vorstand ausscheidet.

„Ich möchte kein Rumpf-Geschäftsjahr starten, sondern das Jahr 2026 abschließen und die Bank mit Beginn 2027 in jüngere Hände legen“, begründet Gasselsberger seinen vorzeitigen Rückzug. Er werde seine Aufgabe bis zum Schluss „vollinhaltlich“ und „mit großer Freude“ erfüllen – „gespielt wird bis zum Schluss“, so Gasselsberger.

Generationswechsel geplant
Als Nachfolger wird dem Aufsichtsrat voraussichtlich Martin Seiter vorgeschlagen. Der 40-Jährige ist in der Oberbank kein Unbekannter: Er begann seine Laufbahn bei der oberösterreichischen Bank 2006 als Privatkundenberater in der Filiale am Gmundner Rathausplatz – mit 25 stieg er zum jüngsten Filialleiter der Oberbank auf. 2020 bestellte ihn der Aufsichtsrat dann in den Vorstand. Dass er einmal den Chefposten von Gasselsberger übernimmt, gilt als gut vorbereitet und dürfte bereits länger geplant gewesen sein.

Martin Seiter soll die Nachfolge antreten.
Martin Seiter soll die Nachfolge antreten.(Bild: Peter Rigaud)

Offizielle Beschlüsse zur Personalrochade stehen aber noch aus. Sie sollen im März fallen.

29 Mrd. Euro Bilanzsumme
Die Oberbank ist eine Regionalbank mit Sitz in Linz und aktuell rund 170 Filialen in Oberösterreich, Salzburg, Niederösterreich, Wien sowie den Ländern Deutschland, Tschechien, Slowakei und Ungarn. Die Bilanzsumme lag zuletzt bei 29,34 Milliarden Euro.

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