Bei Menschen mit Diabetes kann ein entgleister Blutzuckerspiegel den Alltag plötzlich zum Stillstand bringen. Im neuesten Teil der „Krone NÖ“-Serie „Helfen rettet Leben“ zeigen Rotes Kreuz und Samariterbund, wie man als Außenstehender Anzeichen richtig wahrnimmt und welche Maßnahmen zu treffen sind.
Diabetes ist eine weitverbreitete Stoffwechselerkrankung, bei der der Blutzuckerspiegel aus dem Gleichgewicht geraten kann. Der Körper kann entweder kein Insulin bilden (Typ 1) oder das Insulin kann nicht in die Zellen hineingelangen (Typ 2). Sowohl eine Unter- als auch eine Überzuckerung kann rasch zu ernsthaften Beschwerden führen.
Kein Unterschied für Ersthelfer
Die „gute“ Nachricht für Ersthelfer: „Im ersten Moment macht es keinen Unterschied, ob der Blutzuckerspiegel zu hoch oder zu niedrig ist“, erklären die Erste-Hilfe-Experten Georgia Praska (Rotes Kreuz) und Harald Radschopf (Samariterbund). Die Maßnahmen seien dieselben.
Zittern, Schwitzen, orientierungslos
Für Begleiter gilt: „Wichtig ist, dass man erkennt, dass der Betroffene Hilfe benötigt“, so Praska. Doch wie erkennt man Diabetes überhaupt? Teilnahmslosigkeit, mürrisches Verhalten, Schwitzen, undeutlicheres Sprechen, Orientierungslosigkeit oder Zittern sind Warnsignale. „Fragen Sie, ob er genügend gegessen oder zu viel Sport gemacht hat und klären Sie ab, ob er Diabetiker ist“, erklären die beiden. Bejaht der Betroffene die letzte Frage, dann kann er gefragt werden, ob er seine Medikamente genommen hat. Verschlimmern sich die Symptome, sollte unbedingt der Notruf abgesetzt werden. „Bleiben Sie dabei bei der betroffenen Person, bis die Rettung kommt“, so Praska. Wenn der Umgang mit einem Blutzuckermessgerät bekannt ist, kann eine Messung Klarheit schaffen.
Bewusstsein und Atmung überprüfen
Danach soll unbedingt für den Wärmeerhalt und für Frischluft gesorgt werden. „Überprüfen Sie regelmäßig das Bewusstsein und die Atmung der Person“, so Praska. Ist sie ansprechbar und wach, kann man ihr ein zuckerhaltiges Getränk oder einen Traubenzucker anbieten. Verliert sie das Bewusstsein, ist sie in die stabile Seitenlage zu bringen, die Atmung ist weiterhin zu überprüfen (das wäre bei einem Atem-Kreislauf-Stillstand zu tun)

Ziel dieser „Krone NÖ“-Serie ist es, Menschen die Scheu davor zu nehmen, Erste Hilfe zu leisten. „Unfälle können überall passieren, jederzeit und plötzlich“, weiß Praska. „Denke daran, du kannst nichts falsch machen, außer nichts zu tun“, ergänzt Radschopf.
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