Der Kreml lockert seine strikten Auflagen: Wer den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen möchte, muss künftig keine Quarantäne mehr durchlaufen. Dies Regelung war mit Beginn der Corona-Pandemie eingeführt worden – und galt bis heute.
Russlands Staatsoberhaupt ist für den vorsichtigen Umgang mit seiner Gesundheit bekannt. Oft für seine übertriebenen Maßnahmen belächelt, ist er mittlerweile der weltweit strengste Präsident, was Vorsichtsmaßnahmen bei seinen Zusammenkünften anbelangt, schreibt die Nachrichtenseite „Fairdaily“ nun unter Berufung auf Quellen aus russischen Regierungskreisen. Ganze sechs Jahre lang soll er diese durchgehend aufrechterhalten haben.
Minister, Leiter staatseigener Unternehmen und Milliardäre mussten demnach tage- oder manchmal sogar wochenlang in speziellen Isolationsanlagen ausharren, um den Kreml-Chef sehen zu dürfen. Wenn bei Zusammenkünften mit Politikern aus anderen Staaten keine entsprechende Absonderung möglich gewesen sei, habe man die Unterhaltung zur Minimierung des Ansteckungsrisikos auf einen langen Tisch verlegt.
„In Russland sind persönliche Treffen mit dem Präsidenten in Kriegszeiten ein äußerst wichtiges politisches Gut, und jetzt lässt sich deren Organisation einfacher gestalten“, schreibt „Fairydaily“.
Merkel macht Pandemie für Ukraine-Krieg mitverantwortlich
Der ehemaligen deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zufolge haben sich die Beziehungen zu Russland in den vergangenen Jahren auch dadurch verschlechtert, dass die üblichen Gesprächsformate zusammengebrochen seien. Man habe nicht regelmäßig mit dem Kreml-Chef sprechen können. „Und das ist im Umgang mit nicht demokratisch regierten Ländern noch schwieriger, als wenn man schon unter gleich organisierten Ländern so wenig miteinander redet“, so Merkel.
Ihr sei aber schon seit „vielen, vielen Jahren“ klar gewesen, dass von Putin ausgehend eine ernsthafte Gefahr bestanden habe.
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