Es sind brisante Zahlen, die die „Steirerkrone“ heute veröffentlicht: Die Zahl von Schülern nicht-deutscher Muttersprache steigt weiter. Doch nicht nur Graz ist ein Hotspot, auch die obersteirische Bezirkshauptstadt Knittelfeld. Integration kann aber nur gelingen, wenn Kinder dem Unterricht folgen können.
Es ist seit Jahren ein großes Aufreger-Thema: Der Ausländeranteil unter steirischen Schülern befeuert regelmäßig politische und gesellschaftliche Debatten um das Funktionieren bzw. Nichtfunktionieren von Integration. Der ehemalige Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich mit Leidenschaft daran abgearbeitet. Doch wie ist die Situation wirklich in unseren Klassen?
Nun, der „Krone“ liegt eine brandaktuelle Statistik aus allen steirischen Volksschulen vor, die einiges an Brisanz birgt. Demnach ist der Anteil von Kindern, die nicht Deutsch als ihre Muttersprache haben, im Vergleich zum vergangenen Schuljahr um 0,8 Prozent auf nunmehr 26,14 Prozent gestiegen. 4010 Buben und Mädchen davon sind als „außerordentliche Schüler“ eingestuft – das heißt, dass sie aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse dem Unterricht nicht folgen können. Die meisten ausländischen Kinder gibt es übrigens in Knittelfeld: 62,7 Prozent (plus 0,5) der Volksschüler haben mittlerweile migrantische Wurzeln. In der Stadt Liezen sind es 56,9 Prozent (plus 1,8).
Zahlreiche Brennpunktschulen gibt es auch in der Landeshauptstadt, wo mehr als jeder zweite Volksschüler (57,10 Prozent) nicht-deutscher Muttersprache ist: Von 9723 Kindern sind es 5552, 1940 davon „außerordentlich“. Kaum noch Deutsch gesprochen wird etwa in den im Stadtteil Gries gelegenen Bildungseinrichtungen, wo der Anteil satte 95,3 Prozent (plus 0,7 Prozent) beträgt!
Vom „Ausfluss der verfehlten Zuwanderungspolitik der vergangenen Jahre“ spricht FPÖ-Bildungslandesrat Stefan Hermann. Tatsächlich wurde über viele Jahre, auch in der Steiermark, Zuzug zugelassen und gleichzeitig Integration vernachlässigt: Man denke nur an die Flüchtlingskrise 2015, als sämtliche Regeln außer Kraft gesetzt waren. Nur die Beherrschung der Sprache gewährleistet den Zugang zur Gesellschaft, zum Arbeitsmarkt usw., und da gilt es bereits im Kinder- und Jugendalter anzusetzen!
Einen schönen Sonntag!
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