In Philadelphia wird eine Freiluftausstellung über die Geschichte der Sklaverei in den USA abgebaut. Dieser Schritt der Regierung unter Präsident Donald Trump sorgt für Empörung: „Man kann Geschichte nicht einfach auslöschen, weil sie unbequem ist“, mahnte Philadelphias Stadtratspräsident Kenyatta Johnson.
„Es ist komplett inakzeptabel, dass die Nationalparkverwaltung unter der Leitung von Präsident Donald Trump und Innenminister Doug Burgum eine Ausstellung über Sklaverei abgebaut hat“, so Johnson. Die Großstadt im US-Staat Pennsylvania habe dagegen Klage eingereicht.
Kritik: Versuch, die Geschichte „umzuschreiben“
Die Ausstellung sei abgebaut worden, ohne dass die Stadt darüber informiert worden sei, hieß es in der Klageschrift gegen die US-Nationalparkverwaltung (NPS). Es handle sich um „einen Versuch, die amerikanische Geschichte“ zum Nachteil der Schwarzen „umzuschreiben“, betonte Johnson.
Nach Angaben der Stadtverwaltung von Philadelphia ist der Abbau der Ausstellung „vermutlich“ eine Folge eines Dekrets, das Trump im März unterzeichnet hatte. Darin forderte der US-Präsident, „die Wahrheit und den Verstand in der amerikanischen Geschichte wiederherzustellen“ und die „Verbreitung von spaltender Ideologie“ rückgängig zu machen. In dem Dekret wurde die Ausstellung in Philadelphia mit dem Titel „Freiheit und Sklaverei in der Entstehung einer neuen Nation“ als Beispiel angeführt.
Trump geht seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Jänner 2025 hart gegen Kulturinstitutionen und ihre angeblich linke Ideologie vor. Der US-Präsident ließ im vergangenen Jahr unter anderem missliebige Inhalte aus den Nationalmuseen in Washington entfernen.
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