Er stand auf den großen Bühnen dieser Welt, spielte auf einem der erfolgreichsten Alben der Scorpions – und verließ die Band schließlich im Streit. Nun ist Francis Buchholz, langjähriger Bassist der legendären Hardrock-Gruppe aus Hannover, im Alter von 71 Jahren gestorben. Die Nachricht markiert das Ende eines Musikerlebens, das eng mit der erfolgreichsten Phase der Scorpions verbunden war.
Der ehemalige Scorpions-Bassist starb am Donnerstag an Krebs. Das geht aus einem Beitrag auf seinem Facebook-Profil hervor, der von seiner Familie unterzeichnet ist. Darin heißt es, Buchholz habe die Welt friedlich und umgeben von Liebe verlassen.
„Unsere Herzen sind gebrochen“, schrieb die Familie. Während seines Kampfes gegen den Krebs sei man als Familie an seiner Seite geblieben. Scorpions-Sprecher Peter Lanz bestätigte den Tod: „Eine entsprechende Nachricht seiner Tochter hat uns erreicht.“
Trug zu einem der erfolgreichsten Alben bei
Francis Buchholz gehörte bis 1992 zur Besetzung der international erfolgreichen Hardrock-Band. Er war während jener Jahre Mitglied der Scorpions, die als ihre kommerziell erfolgreichste Phase gelten. Das letzte Album, an dem er mitwirkte, war die 1990 erschienene Platte „Crazy World“.
Sie zählt zu den meistverkauften Alben der Band und enthält mit „Wind of Change“ einen Song von Sänger Klaus Meine, der weltweit als musikalisches Symbol für das Ende des Kalten Krieges bekannt wurde.
Geboren am 19. Februar 1954, stand Buchholz auch während der legendären Welttournee 1984 mit den Scorpions auf der Bühne. Die Band spielte damals unter anderem im New Yorker Madison Square Garden sowie in Los Angeles. In diese Zeit fallen auch Welthits wie „Rock You Like a Hurricane“ und „Still Loving You“.
Die Scorpions wurden 1965 von Rudolf Schenker in der Nähe von Hannover gegründet und zählen zu den bekanntesten Rockbands Deutschlands. Sie werden häufig in einem Atemzug mit internationalen Größen wie Van Halen, Aerosmith oder AC/DC genannt und haben Millionen Fans – vor allem in Südamerika, Russland und in Europa.
Konflikt mit Band beschäftigte Gerichte
Die Zusammenarbeit zwischen Buchholz und den Scorpions endete 1992 jedoch im Streit. Hintergrund waren Auseinandersetzungen über die Geschäftsführung der Band. Der Konflikt beschäftigte mehrere Gerichte bis hin zum Bundesgerichtshof. Am Ende wurde entschieden, dass der Rauswurf des Bassisten rechtens war. In dem Rechtsstreit ging es um rund neun Millionen Mark aus Einnahmen der erfolgreichen Scorpions-Alben.
Nach seinem Ausstieg bei den Scorpions arbeitete Buchholz unter anderem mit Michael Schenker für das Projekt „Temple of Rock“ zusammen. Michael Schenker ist der jüngere Bruder von Scorpions-Gründer Rudolf Schenker.
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