Zuerst blödelte sie sich durch eine Sitzung, dann erfuhren die Wiener von ihrem Top-Verdienst – nun sorgt die Wiener SPÖ-Gemeinderätin Susanne Haase mit einem Lied über Polizei und Nazis für Aufregung.
Wären ihr Körper und Gesicht bei einer Sitzung des Gemeinderats nicht völlig entgleist, niemand wüsste, wie verhaltensauffällig „Politikerin“ Susanne Haase tatsächlich ist. Seit dem Jahr 2022 sitzt die heute 50-Jährige für die SPÖ im Wiener Stadtparlament – kaum bemerkt. Bis sie bei einer Rede von Ingrid Korosec über die Teuerung völlig die Fassung verlor, Grimassen schnitt, unkontrolliert lachte, sich mit dem Handy filmte, kurzum wie ein schlecht erzogenes Kind benahm. Wie berichtet, stellte sich nun heraus: Haase gehört als Gewerkschafterin zu den Top-Verdienern der Stadt und kommt auf insgesamt mehr als 15.000 Euro pro Monat.
Kein politisches Geschick
Dass ihr jedes politische Geschick fehlt, beweist die „Politikerin“ nun auch mit dieser Aktion, die ohne ihren Gemeinderat-Klamauk kaum aufgefallen wäre: Am 30. November 2025 postete sie im Rahmen der Sammelaktion der SOS Balkanroute in der Brunnenpassage unter anderem auf Facebook und Instagram ein Video der Aktion.
Bewusst wurde von ihr ein Lied für den 17-Sekunden-Clip ausgesucht, der das Geschehen musikalisch umrahmen soll. Gewählt hat sie dafür den Song „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ von Danger Dan, ein politisch provokatives Statement über die Grenzen des Sagbaren mit bewusst kontroversen Aussagen.
Aber ohne Kontextualisierung bleibt für den Zuseher nur ein Ausschnitt zu hören – auch mit folgendem Text: „Und man vertraut auch nicht auf Staat und Polizeiapparat / Weil der Verfassungsschutz den NSU mit aufgebaut hat / Weil die Polizei doch selbst immer durchsetzt von Nazis war.“ Kein Vertrauen in den Staat – die Polizei von Nazis durchsetzt. Das Lied von Danger Dan mag für seine linke Fangemeinde im Gesamtzusammenhang funktionieren, so aber ist es ein maximaler Kontextbruch.
8600 Euro als Gemeinderätin
„Man vertraut auch nicht auf Staat und Polizeiapparat“ klingt wie eine pauschale Delegitimierung staatlicher Institutionen, vom ungustiösen Nazi-Vergleich einmal abgesehen. Und das von einer Volksvertreterin, die alleine im Gemeinderat pro Monat 8600 Euro abkassiert.
Haase selbst mag das politische Eigentor nicht erkennen. Sie erklärt: „In diesem Fall wurde ein Werk des anerkannten deutschen Künstlers Danger Dan verwendet, das sich satirisch mit dem deutschen Grundgesetz und der darin verankerten Kunstfreiheit auseinandersetzt.“ Und weiter: „Ich stehe zur demokratischen Republik Österreich, zum Rechtsstaat sowie zu seinen verfassungsmäßigen Institutionen. Diese Haltung bildet die Grundlage meiner politischen Tätigkeit.“
Wieso sie von Hunderten Millionen Liedern auf der Welt ausgerechnet diese Zeile ausgesucht hat, bleibt ein Rätsel. Für die SPÖ wird Haase zum Problemfall.
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