In Wolfsberg, Spittal, Bleiburg und Villach entstehen bald die neuen Primärversorgungseinrichtungen. Betreiber sind die Kabeg und die Diakonie de La Tour, die Geldmittel für die ersten Jahre kommen aus dem Gesundheitsfonds.
Bis Ende des Jahres wird sich die Zahl der Primärversorgungseinrichtungen (PVE) in Kärnten vervierfachen, bis zum Sommer 2027 (Villach) kommt dann noch eine weitere hinzu. Das gelingt, weil jetzt die Verträge für vier neue PVE unterzeichnet wurden. Dort werden künftig bis zu 65 Stunden pro Woche Hausarztleistungen und mehr angeboten.
„Es war eine schwere Geburt, aber die bringen ja die schönsten Kinder“, ist Landesrätin Beate Prettner sichtlich erfreut. „Diese Zentren bringen für Patienten viele Vorteile, aber auch für die Teams und Ärzte. Schließlich können sie dann in Urlaub oder Krankenstand gehen, ohne die Versorgung der Patienten zu benachteiligen.“ Zwei Standorte (Villach, Wolfsberg) wird die Kabeg, zwei (Bleiburg, Spittal) die Diakonie de La Tour betreiben. Bis 2030 soll es dann insgesamt fünfzehn neue Einrichtungen geben.
„In Villach entsteht in einer Kooperation mit Humanomed ein Neubau für 7,2 Millionen Euro, der bis zum Sommer 2027 fertig sein soll. In Wolfsberg wird ein Bestandsgebäude für 2,3 Millionen adaptiert“, erklärt Thomas Eminger, Kabeg. „Wir freuen uns sehr und ich danke den professionellen Teams. Die PVE in Bleiburg und Spittal kosten jeweils 1,9 Millionen, weil es sich um Umbau- und Sanierungsarbeiten handelt“, erklärt Diakonie-Rektorin Astrid Körner. „Wir haben durch unsere soziale Arbeit auch viele Anknüpfungspunkte.
Wohnortnahe Versorgung mit e-card
Die Finanzierung kommt erst vom Gesundheitsfonds, dann von Land, KGF und ÖGK. „So sichern wir wohnortnahe Versorgung“, betont Georg Steiner, ÖGK. „Es gibt auch Mittel vom Bund, die wir schon beantragt haben.“ Zusätzlich wurden auch EU-Förderungen angesucht. Alles, was man bald für Hausarzt- und verschiedene Therapieleistungen braucht, ist eine e-card. Öffnungszeiten der vier neuen PVE: Montag bis Freitag 7 bis 19 Uhr, bis auf Bleiburg auch samstags 7 bis 12 Uhr.
Stadtchefs von Villach und Spittal freuen sich
Der Villacher Bürgermeister Günther Albel begrüßt das Projekt „ausdrücklich“ und betont: „Das ist ein wichtiger Schritt für die medizinische Versorgung der Villacher Bevölkerung.“ Hoch erfreut zeigt sich auch der Spittaler Bürgermeister Gerhard Köfer: „Spittal erhält topmodernes Gesundheitszentrum mit multiprofessionellem Team. Ich danke allen Projektbeteiligten, beginnend bei der Unternehmerfamilie Schantl als Hausherren über den Betreiber, die Diakonie de La Tour, bis hin zum Land und der ÖGK für die Umsetzung des Projektes.“
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