Konter auf krone.tv

Ruck fühlt sich verantwortlich, tritt nicht zurück

Innenpolitik
21.01.2026 15:00

Nach „Krone“-Berichten über umstrittene Postenvergaben sah sich der Präsident der Wiener Wirtschaftskammer, Walter Ruck, mit politischen Rücktrittsaufforderungen konfrontiert. Im Gespräch mit krone.tv kontert er der Kritik – und übernimmt die Verantwortung für die Postenvergabe an seine Familie. 

Mögliche „Tricksereien“ beim Kammer-Wahlergebnis in Wien und mehrere Top-Jobs für die Familie. Der Wiener Wirtschaftskammer-Präsident Walter Ruck sah sich seit gemeinsamen Enthüllungen von „Krone“ und „Profil“ mit internen und externen Vorwürfen der Vetternwirtschaft konfrontiert. Schwerwiegende Vorwürfe, die man – wie berichtet – in der Kammer nun intern prüfen lässt und zum Anlass für neue Compliance-Regeln nehmen möchte. Und Vorwürfe, zu denen Ruck bei krone.tv erstmalig Stellung bezog.

Präsident übernimmt die „volle Verantwortung“
„Die Wirtschaftskammer kann da definitiv überhaupt nichts dafür“, erklärte Ruck. Die Personalentscheidungen für die Posten in der Selbstverwaltung würden in den Fraktionen beschlossen und letztlich auch von den Ministerien geprüft werden. „Sachfremd“ sei für Ruck daher, dass diese Umstände medial mit vermeintlichen Machenschaften der Kammer vermischt worden seien. Er habe die Entscheidung nicht als Präsident der Wiener Wirtschaftskammer, sondern als Obmann des Wirtschaftsbundes getroffen.

Als Fraktionsobmann trage er selbstverständlich für all diese Vorgänge auch die „volle Verantwortung“. Über „innere Abläufe“ wolle er nicht sprechen. Er stehe freilich aber voll hinter den Personalentscheidungen, die seine Familie betreffen würden – sie seien „richtig und gut“. Formal seien sowohl seine beiden Söhne, als aber auch seine Frau geeignet gewesen. Mit der Wahl seines Sohnes Christoph zum Innungsmeister habe er nichts zu tun gehabt. „Er hat bei der Wahl in der Fachgruppe 70 Prozent der Stimmen erreicht. Und das macht mich als Vater auch stolz“. Ähnliches gelte auch für seinen Sohn Alexander sowie seine Frau, die eine „erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete Unternehmerin“.

Keinerlei Tricksereien beim Wahlergebnis
Neue Compliance-Regeln in der Kammer begrüßt auch er. Etwaigen Tricksereien ortet er nicht. Es habe darüber hinaus schließlich auch beim Ergebnis keinerlei Einsprüche gegeben. Dass der Wirtschaftsbund sich so viele Stimmen zurechne, sei durch das Wahlsystem erklärbar.

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