Etliche selbsternannte „Pedo-Hunter“ wurden bereits verurteilt, gegen zahlreiche wird noch ermittelt. In Graz standen jetzt neun Angeklagte im Fokus, die einen unschuldigen 17-Jährigen malträtierten.
Über Social Media hatte ein 17-Jähriger ein Treffen mit einem Mädchen ausgemacht – dachte er zumindest. Beim Treffpunkt in Graz erwarteten ihn dann aber mehrere Männer, die ihn auf einen Dachboden verschleppten, wo sie ihn zutiefst erniedrigten und auch noch ausraubten. Blutverschmiert ließen sie ihn zurück.
Danach war klar: Das Mädchen existierte nicht, es handelte sich um einen Fake-Account. Neun Angeklagte – großteils Schüler, der jüngste gerade einmal 14 Jahre alt – mussten deswegen im Schwurgerichtssaal in Graz Platz nehmen. Eigentlich wollten sie Pädophile jagen und ein Geschäftsmodell aufbauen.
Am Mittwoch fielen die nicht rechtskräftigen Urteile: Ein Angeklagter wurde freigesprochen, die restlichen Haftstrafen reichen von zwei Jahren unbedingt bis elf Monate bedingt.
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