Es ist zumindest einmal ein kleiner Ruck, der durch die Wirtschaftskammer geht: Nach brisanten Enthüllungen von „Krone“ und „Profil“ werden die Postenvergaben des Wiener Wirtschaftskammerpräsidenten Walter Ruck jetzt intern geprüft.
Die vielen „Kammer-Karrieren“ der Familie Ruck beschäftigen jetzt nicht mehr nur externe Kritiker, sondern auch die Wirtschaftskammer selbst. Gemeinsame Recherchen von „Krone“ und „Profil“ enthüllten bekanntlich, dass die Söhne sowie die Frau des WKÖ-Vizepräsidenten Walter Ruck lukrative Nebenjobs ergatterten, die zumindest für Beobachter den Vorwurf der Vetternwirtschaft nahelegen.
Die Kammer-Karrieren
Alle drei wurden etwa in Landesstellenausschüsse entsandt, Sohnemann Alexander zudem zum ÖVP-Spitzenkandidaten eines Wiener Bezirks, der andere Sohn Christoph Spartenobmann in der Kammer. Postenbesetzungen, die viele Fragen aufwarfen, auf die Ruck selbst bislang nicht antworten wollte. Der Wiener Wirtschaftsbund wollte sich mit Bezugnahme darauf, dass man als wahlwerbende Fraktion im Wettbewerb stehe, ebenso nicht näher erklären. Konkretes kommt neuerdings dafür aus der Kammer selbst.
Jochen Danninger, Generalsekretär der Wirtschaftskammer, erklärte der „Presse“, dass Kammer-Präsidentin Martha Schultz in der Vorwoche den Auftrag erteilt habe, die Ernennungs- und Besetzungsabläufe zu überprüfen. „Darüber hinaus sollen entsprechende State-of-the-Art-Compliance-Richtlinien entwickelt werden, die künftig Transparenz bei Posten- und Funktionsvergaben gewährleisten“, ergänzt der Kammer-General. Weiters sei noch ein Reformprozess in Gang gesetzt worden.
Eine andere Postenbesetzung wurde indes seitens des Wirtschaftsbundes bereits offiziell getätigt. Wie die „Krone“ im November bereits ankündigte, musste Generalsekretär Kurt Egger sein Amt räumen. Ihm folgte Tanja Graf nach.
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