Das hat gerade noch gefehlt! Trump gründet seine eigene UNO (mit Sitz in Mar-a-Lago?) – in Konkurrenz zur bestehenden UNO in New York, die er am liebsten abschaffen möchte. Auch aus anderen internationalen Organisationen hat Trump die USA abgemeldet.
Stattdessen will er die Weltpolitik privatisieren. Das Sprungbrett dazu heißt Gaza-Friedensrat der zweiten Phase des Gaza-Friedensplans. Dazu hat der US-Präsident nun die Mitglieder berufen. Wer gedacht hatte, das wären die üblichen Verdächtigen aus dem Orient, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Trump hat über 60 Einladungen ausgeschickt, darunter an Indiens Modi, Ungarns Orbán, Argentiniens Milei, Lukaschenko (!) und nicht zuletzt an Russlands Putin.
Man merkt die Absicht, dass Trump aus dem Gaza-Friedensrat einen Welt-Friedensrat, ein Welt-Direktorium ganz nach seinem Gusto machen will. Wobei das Wort Friede nur Nebensache ist. Vielmehr sollen sich die Versammlungen des Friedensrates zu Applausrunden gestalten wie die Kabinettssitzungen im Weißen Haus.
Was den Nahen Osten selbst betrifft, ist die bisherige Bilanz des Gaza-Friedensplans zwiespältig. Zwar ist der Gazastreifen mit zwei Millionen Einwohnern von Israel auf die Hälfte der Fläche von Wien zusammengedrückt, aber die Hamas ist von dort noch immer nicht verschwunden und lässt sich auch nicht entwaffnen.
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