Schon einige Zeit hatte sich der Bezirksvorsteher von Wien-Mariahilf, Markus Rumelhart (SPÖ), bei öffentlichen Terminen rar gemacht, über gesundheitliche Probleme wurde gemunkelt. Nun machte er reinen Tisch: Er zieht sich mit Burnout-Diagnose aus dem Amt zurück. Die Nachfolge ist bereits geregelt.
Seit 12 Jahren lagen die Geschicke von Mariahilf in den Händen von Rumelhart. Nicht nur mit einer Serie von Siegen bei Bezirkswahlen und parteiinterner Bestätigung hat er dabei seit 2014 Geschichte geschrieben. Mit damals 38 Jahren war er der jüngste Bezirksvorsteher Wiens und auch der erste, der offen zu seiner Homosexualität stand. Nun zieht er einen Schlussstrich unter seine politische Karriere.
„Diagnose leider unmissverständlich“
Schon seit vielen Monaten führe er einen Kampf für seine Gesundheit, gab Rumelhart nun zu, „aber die Diagnose ‘Burn-out‘ der Ärzte ist leider unmissverständlich“. Er könne der Verantwortung des Amts nicht mehr auf die Art gerecht werden, die er wolle. Daher habe er Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) gebeten, ihn davon zu entbinden. „Diese Entscheidung hat mich große Überwindung gekostet und sie schmerzt mich“, so Rumelhart.
Rumelharts Amtszeit stand vor allem unter dem Zeichen zahlreicher städtebaulicher Großprojekte in seinem Bezirk – vom Esterhazypark über die Otto-Bauer-Gasse, bis zum Schmalzhoftempelpark und dem Loquaiplatz. Teils zogen die Projekte viel Kritik nach sich, etwa die Umgestaltung des Christian-Broda-Platzes.
Lessacher soll übernehmen
Die Nachfolge ist bereits geregelt: Übernehmen soll Rumelharts bisherige Stellvertreterin Julia Lessacher (SPÖ), die ihn bereits zuletzt immer öfter bei öffentlichen Terminen vertrat. Die Bezirkspolitikerin, die mit ihrer Rolle in der Kleingarten-Affäre – auch sie bewohnt eine Parzelle im umstrittenen Verein in Breitenlee, wegen der vor allem der Donaustädter Ernst Nevrivy (SPÖ) in Kritik steht – Schlagzeilen machte, wünschte Rumelhart „von Herzen alles Gute – vor allem Kraft und Gesundheit“.
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