Wieder Militäreinsatz?

USA warnen Piloten vor Flügen über Mexiko

Außenpolitik
17.01.2026 09:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat Fluggesellschaften vor „Militäraktivitäten“ im Luftraum über Mexiko und anderen mittelamerikanischen Ländern gewarnt. Sie verwies am Freitag auf „potenziell gefährliche Situationen“, die Warnung gelte 60 Tage lang.

Wegen Militäraktivität und möglicher Störungen für Navigationssysteme sollten US-Fluggesellschaften besonders vorsichtig bei Flügen in der Region über dem Pazifischen Ozean und über dem Golf von Kalifornien sein, hieß es. Um welche militärischen Aktivitäten es dabei geht, blieb zunächst unklar. Die Warnungen betreffen unter anderem Gewässer vor Mexiko, Kolumbien, Panama und Ecuador. Seit viele US-Kriegsschiffe und Militärflugzeuge in dem Gebiet eingesetzt sind, häufen sich die Hinweise für Pilotinnen und Piloten.

Die USA hatten am 3. Jänner Ziele in Venezuela angegriffen. Staatschef Nicolás Maduro wurde bei der Operation gefangen genommen und in die Vereinigten Staaten gebracht. In New York soll ihm wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden.

Kuba unter Druck
Danach sagte US-Präsident Donald Trump, dass Mexiko von Drogenkartellen regiert werde und mit dem Land „etwas geschehen“ müsse. Seine Aussagen sorgten für Unruhe im südlichen Nachbarland der Vereinigten Staaten. Präsidentin Claudia Sheinbaum schloss nach einem Telefonat mit Trump aber einen US-Militäreinsatz in Mexiko aus.

Auch gegen Kuba gibt es US-Drohungen. „Ich empfehle dringend, dass sie einen Deal machen, bevor es zu spät ist“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Es war unklar, welche Art von Deal er meinte. Venezuela ist seit Jahrzehnten einer der wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Verbündeten Kubas. „Der derzeitige Kaiser des Weißen Hauses und sein berüchtigter US-Außenminister haben nicht aufgehört, uns zu bedrohen“,  sagte Präsident Miguel Díaz-Canel am Freitag. Man werde nicht unter Druck verhandeln und auch keine politischen Zugeständnisse machen.

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Der derzeitige Kaiser des Weißen Hauses und sein berüchtigter US-Außenminister haben nicht aufgehört, uns zu bedrohen.

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel

Tausende Menschen demonstrierten vor der US-Botschaft in Havanna und gedachten der 32 kubanischen Sicherheitskräfte, die bei dem Angriff auf Venezuela ums Leben gekommen waren. Sollten die Vereinigten Staaten nun auch Kuba angreifen, werde man sich verteidigen, sagte Díaz-Canel.

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