Umfragen-Schlusslicht

Wöginger genießt nur noch Vertrauen des Kanzlers

Innenpolitik
16.01.2026 12:20

Das Beliebtheitsbarometer hat wieder die populärsten und unpopulärsten Vertreter des Volkes gekürt. Dabei gibt es ein paar große Abstürzer. Wen die Befragten aufgrund aktueller Skandale besonders abgestraft haben, ist August Wöginger, auch wenn ihm der Bundeskanzler noch die Stange hält. Auch andere Politiker schnitten weniger gut ab. 

Im aktuellen APA-OGM-Vertrauensindex der Bundespolitik werden seit mehr als 20 Jahren mehrmals jährlich die Vertrauenswerte der amtierenden Politiker in der Bevölkerung abgefragt. Erwartungsgemäß wirken sich jüngste Kontroversen entsprechend aus und der eine oder andere landet auf einem weitaus niedrigeren Platz als zuvor. 

So geschehen mit ÖVP-Clubchef August Wöginger, der derzeit den letzten Platz des „Pisa-Tests der Politik“ belegt, sogar noch hinter Möchtegern-Kanzler Herbert Kickl (FPÖ), der sich so dieses Mal auf den vorletzten Platz retten konnte. In den vergangenen Jahren war der FPÖ-Chef stets auf den letzten Plätzen im Beliebtheits-Ranking. 

Die Postenschacher-Vorwürfe und aufgehobene Diversion haben zum positiven Image des ...
Die Postenschacher-Vorwürfe und aufgehobene Diversion haben zum positiven Image des ÖVP-Clubobmanns nicht beigetragen.(Bild: APA/ROLAND SCHLAGER)

Marterbauer größter Aufsteiger im Ranking
Am beliebtesten darf sich wieder Bundespräsident Alexander Van der Bellen nennen, der bereits die letzten Jahre den ersten Platz bekleidete, dieses Mal mit 18 Punkten. Auch die dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ) konnte auf dem zweiten Platz genug für die gute Wertung punkten. Größter Aufsteiger ist Finanzminister und Fels in der Brandung Markus Marterbauer (SPÖ), der vier Punkte dazugewinnen konnte. Nicht ganz aufs Stockerl, aber trotzdem mit guten Beliebtheitswerten schnitt Frauen- und Wissenschaftsministerin Eva Maria Holzleitner (SPÖ) ab. 

Das Balkendiagramm zeigt das Vertrauen in Österreichs Bundespolitik im Jänner 2026. Alexander Van der Bellen und Doris Bures haben die höchsten Vertrauenswerte mit 18 und 16 Punkten. Am wenigsten Vertrauen erhalten August Wöginger mit minus 47 und Herbert Kickl mit minus 36 Punkten. Quelle: OGM.

Sepp, was machst du?
Bürokratie-Endgegner Sepp Schellhorn (NEOS) dürfte mit seinen Initiativen wohl keinen Beliebtheitspreis gewinnen. Der Staatssekretär und Salzburger Gastronom landete auf dem drittletzten Rang und verlor 15 Punkte im Vergleich zum September 2025. Auch Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) muss sich mit dem drittletzten Platz, vor Schellhorn zufriedengeben. Mit sogar sieben Punkten Verlust kommt Kollegin und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger momentan auf einen Saldo von -13. Gar nur -23 im Vertrauenssaldo wird für Grünen-Bundessprecherin Leonore Gewessler ausgewiesen, sie gewann aber einen Punkt dazu.

Bei Wöginger brennt der Hut
Für Tabellenletzten August Wöginger dürfte es auch politisch zukünftig dünn werden, immerhin muss er nach der aufgehobenen Diversion durch das OLG Linz im Februar erneut wegen mutmaßlichem Amtsmissbrauchs im Jahr 2017 vor Gericht. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP), der im Ranking auf Platz fünf landete, sprach ihm aber kürzlich im „ZiB 2“-Interview das Vertrauen aus. Das dürfte für die österreichische Bevölkerung wohl nicht mehr zutreffen. 

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