Katrin Beierl hat in ihrer schon davor im Monobob starken Saison mit EM-Silber einen vorläufigen Höhepunkt gesetzt!
Die Niederösterreicherin verbesserte sich am Samstag in St. Moritz in Lauf zwei vom neunten auf den dritten Weltcup-Rang (+0,68 Sekunden) und überholte damit vier kontinentale Rivalinnen. EM-Gold ging an die zweitplatzierte Schweizerin Melanie Hasler. Markus Treichl/Sascha Stepan wurden im Männer-Zweierbob 2,13 Sekunden hinter Sieger Johannes Lochner Weltcup-13. und EM-Elfte.
Beierl als Österreichs Toppilotin fehlten am Ende nur 15 Hundertstelsekunden auf EM-Gold. Ihren Bahnrekord von 1:11,49 Minuten drückte erst die australische Siegerin Bree Walker um zwei Zehntel. „Sehr überraschend, vor allem nach dem ersten Lauf“, meinte Beierl nach ihrer insgesamt dritten Medaille in einem EM-Rennen. 2019 und 2021 hatte sie jeweils im Zweier Bronze geholt. Die 32-Jährige verwies die deutsche Titelverteidigerin, Zweier-Olympia-Siegerin Laura Nolte, auf den Bronze-Rang und eroberte Österreichs erstes EM-Edelmetall im Monobob.
„Unglaubliche Serie an Spitzenplätzen“
Nach den jüngsten Weltcup-Rängen zwei in Lillehammer, drei in Sigulda und vier in Winterberg bejubelte Beierl das nächste Topergebnis in dieser Disziplin. „Es ist eine unglaubliche Serie an Spitzenplätzen, und ich hoffe, dass sie nicht reißt“, sagte die Vize-Europameisterin. „Wenn man eine EM-Medaille macht, dann ist das immer toll“, ergänzte Bob-Nationaltrainer Wolfgang Stampfer. „Vor allem auch als Vorbereitung für die Olympischen Spiele – also wirklich ein Traum.“
In dieser Form darf sich Beierl auch bei den Winterspielen in Cortina zusehends Medaillenhoffnungen machen. Die Entscheidung, wer dort im Zweier ihre Anschieberin sein wird, soll am Tag nach dem Weltcup-Finale nächste Woche in Altenberg fallen. Bei der EM tritt Beierl am Sonntag (9 Uhr) mit Christania Williams an, zweite Option ist Nicola Pichler. Lea Haslwanter verpasste im Monobob-Weltcup in St. Moritz als 24. den zweiten Lauf, in der EM-Wertung landete sie auf Platz 15.
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